Anzeige
8. Juni 2016, 09:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

FondsForum International: Produkte müssen auf den Kunden zugeschnitten sein

Vom 6. bis zum 8. Juni findet in Berlin das Fundforum International statt. Die Veranstaltung werden voraussichtlich 3.000 Branchenvertreter aus aller Welt besuchen. Die diesjährigen Hauptthemen sind Technologie und Regulierung.

 in FondsForum International: Produkte müssen auf den Kunden zugeschnitten sein

Christian Staub, Deutschlandchef von Blackrock, eröffnete das ‘Business Leaders’ Forum’.

Andreas Weigend, ehemaliger wissenschaftlicher Leiter bei Amazon, gab im Rahmen der Auftaktveranstaltung: „Why investment management needs a digital mindset“ zu bedenken: “Es ist gerade mal neun Uhr morgens, und wir haben jetzt schon mehr Daten produziert, als die gesamte Menschheit bis zum Jahr 2000.” Die Qualität dieser Daten müsse man danach bewerten, wie sie unsere Entscheidungen beeinflussen.

Fondsmanagement ist eine Datenraffinerie

“Sie sollten Ihr Unternehmen als eine Datenraffinerie betrachten. Es gibt einen Überfluss an Datenquellen und an die meisten Quellen denken Sie nicht einmal”, forderte Weigend die anwesenden Fondsmanager auf.

Doch Kunden sollten auch Rechte genießen. So sollte der Umgang mit Daten transparent sein, für den Kunden einen Gewinn bringen und Betroffene sollten Daten korrigieren und schwärzen dürfen.

Fondsindustrie muss sich als Service-Industrie begreifen

Nach einer Pause ging es mit dem ‘Business Leaders’ Forum’ weiter, welches von Christian Staub, Deutschland-Chef von Blackrock, eröffnet wurde. Thema des Forums war die Zukunft der globalen Verteilung.

Benjamin F. Phillips, Partner und Senior Manager bei Casey Quirk, sprach in seinem Impulsvortrag zum Wandel der Fondsbranche: “Die Industrie betrachtet sich selbst im Kern als produzierend, während ihre Kunden die Einstellung einer Service-Industrie verlangen. Und mit dieser Diskrepanz hat die Branche gerade zu kämpfen.” Verbraucherberatung werde in den nächsten Jahren der Wachstumstreiber werden.

‘Winner-take-all Industrie’

Während das organische Wachstum von neuem Kapital von 2000 bis 2010 bei sechs Prozent gelegen habe, werde es nach Prognosen von Casey Quirk bis 2020 auf unter zwei Prozent sinken, vor allem weil der Anteil institutioneller Investoren abnehmen werde.

“Es herrscht ein Überangebot und die Chancen können nicht mehr über so viele Anbieter wie in der Vergangenheit verteilt werden. Die Branche entwickelt sich zur ‘Winner-take-all Industrie’, wo ein Großteil des Wachstums vom zunehmenden Marktanteil des Konkurrenten kommt”, warnte Phillips.

Wachsende Konkurrenz

Dazu kämen immer mehr unterschiedliche Finanzdienstleister. Asset Manager hätten 2012 bis 2014 lediglich einen Anteil von einem Viertel am weltweit entstandenen Vermögen gehabt.

So sei auch das Kostenbudget für die Beratung von Vermittlern immer mehr gesunken. Sowohl Asset Manager als auch Vermittler würden verstärkt versuchen, ohne den jeweils anderen auszukommen.

Robo-Berater verändern Branche grundlegend

“Die Disruption kommt von zwei Seiten. Robo-Berater werden nicht nur das günstigere, sondern auch das bessere Ergebnis liefern. Und zweitens werden die größten Robo-Berater in fünf Jahren keine unabhängigen Marktteilnehmer mehr sein. Sie werden der Anhang von Asset Managern und Vermittlern sein. Diese haben dann das ‚Investment-Skillset’ und die fehlende Komponente, um Technologie und Nutzererlebnis auszubauen”, so Phillips.

Und noch einmal mahnte Phillips, dass Asset Manager ihr Geschäftsmodell ändern müssen, nur durch ganzheitliche Beratung für private und institutionelle Kunden könnten die Asset Manager gewinnen.

Engagement und Service für jeden einzelnen Kunden

“Asset Manager müssen sich zukünftig stärker abgrenzen. Das Produktangebot muss exklusiv sein, die Beratung muss herausstechen und die Manager müssen Engagement und Service für jeden einzelnen Kunden stark differenzieren. Der bisherige Weg ist nicht mehr effizient, aber es gibt eine Menge Chancen für alle, die den Wechsel schaffen,” fasste Phillips seinen Impulsvortrag zusammen. (kl)

Foto: Cash.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Urteil: Versicherer dürfen sich Vergleichsportalen nicht entziehen

Versicherer dürfen sich dem Kfz-Versicherungsvergleich von Check24 nicht entziehen. Das urteilte jetzt das Landgericht Köln (Aktenzeichen 31 O 376/17) und wies dahingehend die Klage der Huk-Coburg gegen das Münchner Vergleichsportal zurück.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Was Bella Italia noch retten kann

Italien ist praktisch pleite und braucht eine europäische Lösung. Eine italienische und damit finale Euro-Krise ist aller Voraussicht nach nicht das, was Brüssel will. Die Halver-Kolumne 

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...