16. August 2016, 12:49
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Gold-Rallye mehr als nur ein Strohfeuer

Minen vor der Wende

Angesichts des fragilen Kapitalmarktumfelds werden die Aktien der Fördergesellschaften in besonderer Weise vom aufziehenden Zeitalter des Goldes profitieren. Zugegeben: Während der Edelmetallhausse der Jahre 2003 bis 2011 enttäuschte der Sektor. Managementfehler wie Vorwärtsverkäufe, das Streben nach Wachstum um jeden Preis sowie überteuerte Übernahmen endeten mit drastischen Kurseinbrüchen.

Aber diese Phase gehört der Vergangenheit an. Minengesellschaften mit gutem Management haben eine Schlankheitskur durchlebt. Diese Unternehmen brachten ihre Bilanzen in Ordnung und senkten die Förderkosten. Die Börse honorierte die Wende bereits mit kräftig steigenden Kursen. Doch gemessen an den aktuellen Goldnotierungen sind leistungsstarke Produzenten noch immer unterbewertet. Logische Folge: Sollte der Goldpreis wie von uns prognostiziert weiter anziehen, steht die Branche vor einer Neubewertung, die noch weitaus höhere Notierungen erwarten lässt.

Spreu vom Weizen trennen

Allerdings verfügt nicht jeder Produzent über dieselben Chancen. Gute Erträge versprechen Unternehmen, die ihre Förderkosten im Griff behalten, gleichzeitig über hohe oder dynamisch wachsende Reserven verfügen. Ablesen lässt sich dies unter anderem an wichtigen Kennziffern wie dem erwirtschafteten Cashflow und insbesondere dem Return On Invested Capital (ROIC).

Bei welchen Unternehmen ein Investment lohnt, zeigt sich mittels Einzeltitelanalysen nach dem Bottom-Up-Prinzip. Weitere Faktoren, wie zum Beispiel die geografische Herkunft der Unternehmen und ihrer Förderstätten sowie Fragen der unternehmerischen Verantwortung, können ebenfalls dafür genutzt werden, besonders leistungsstarke Unternehmen zu identifizieren.

Das Portfolio-Management des Schroder ISF Global Gold  verfährt nach diesen Prinzipien. Die Experten konzentrieren sich im Regelfall auf 30 bis 40 Einzeltitel, die unabhängig von Benchmark-Überlegungen zusammengestellt werden. Aktuell sind sie beinahe ausschließlich in Goldminenaktien investiert, hinzu kommt ein kleines Engagement in Silber.

Timing-Entscheidungen finden bei der Strategie Berücksichtigung: So kann das Portfolio-Management in anderen Marktphasen mit maximal einem Drittel des Kapitals in Kasse  gehen. Ferner besteht die Möglichkeit, bis zu 40 Prozent des Fondsvermögens in die Edelmetalle selbst zu investieren, wobei aber grundsätzlich UCITS-konform angelegt wird.

In der jetzigen Phase des aufkommenden Goldzeitalters erscheint es indessen am aussichtsreichsten, an der Neubewertung des Goldminensektors vollumfänglich zu partizipieren. Matthew Michael ist Produktmanager Rohstoffe & EMD bei Schroders, London

Foto: Schroders

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