4. April 2016, 08:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ökoworld Big in Japan

Nachhaltig unter der Lupe

Die Termine ermöglichten einen intensiven Informationsaustausch über ökonomische und ESG- bezogene Herausforderungen in den verschiedenen Branchen und Märkten. Die Einhaltung internationaler Standards wie beispielsweise die des UN Global Compacts sowie die Durchführung von Audits in der Lieferkette wurden genauso adressiert wie die Etablierung eines zertifizierten Umwelt-Managementsystems nach ISO 14001 und die Berichterstattung an das Carbon Disclosure Project (CDP). Im Vordergrund steht dabei immer eine genaue Überprüfung der Produkte und Dienstleistungen gemäß der strengen ÖKOWORLD Anlagekriterien.

Der persönliche Kontakt fördert auch langfristig die Kommunikation zwischen Sustainability Research und Unternehmen. Ziel ist es, ESG-Aspekte verstärkt in den Unternehmensaktivitäten sowie in der Berichterstattung zu verankern.

Umbruch im Bereich der Corporate Social Responsibility (CSR)

Insgesamt zeigten sich die Unternehmensvertreter auf der Konferenz gegenüber dem separaten Investmentprozess der Ökoworld und ESG-relevanten Fragen höchst aufgeschlossen.

Bezugnehmend auf den Japan’s Corporate Governance Code kündigte Suzuken, ein japanischer Medikamentenvertreiber und einer der führenden Händler von Kampo-Medikamenten (Traditionelle Japanische Medizin), bereits für Oktober dieses Jahres einen Integrierten Jahresbericht inklusive Verhaltenskodex in englischer Sprache an. Der größte japanische Telekommunikationsanbieter NTT docomo – der bereits seit 1998 Althandys von seinen Kund/-innen zu Recyclingzwecken zurücknimmt – nahm die Anregung nach einer verstärkten Promotion von umweltfreundlichen Produkten wie bspw. dem Solarladegerät engagiert zur Kenntnis. Auch bei einem großen Versicherungsunternehmen, das bereits vergünstigte Versicherungskonditionen für Hybrid-und Elektroautos anbietet (letztlich allerdings nicht für die Ökoworld Fonds geeignet ist), konnte durch die gezielte Frage nach ermäßigten Prämien für klimafreundliche Technologien wie bspw. Solar- und Windkraft bzw. nach erhöhten Prämien für klimaschädigende Industrien wie bspw. Kohle und Erdöl Interesse generiert werden.

Diese Erfahrung deckt sich mit einem allgemein erkennbaren Umbruch im Bereich der Corporate Social Responsibility (CSR) betreffend Klimaschutz und der Einhaltung von Menschenrechten.

Akutes Umdenken für den Klimaschutz

Denn auch wenn die Nuklearkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima sich dieses Jahr bereits zum 30. bzw. zum 5. Mal jähren, scheint erst jetzt insbesondere vor dem Hintergrund der Pariser UN- Klimakonferenz im vergangenen Dezember sowie der Dekarbonisierungs- und Divestmentstrategien auch bei den Unternehmen ein akutes Umdenken stattzufinden.

Caroline Glatte ist Analystin bei Ökoworld

Foto: Ökokworld

 

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...