4. Dezember 2017, 07:55
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Nicht zu früh aufgeben

Bei Unternehmensanleihen sind wir vorsichtig. Allerdings sehen wir selektive Chancen in den Schwellenländern, die typischerweise mehr Wert bieten als ihre Konkurrenten in den entwickelten Märkten und durch das höhere Wirtschaftswachstum besser unterstützt werden.

Die Faktoren, die die Renditen von Staatsanleihen in den letzten 35 Jahren gedrückt haben, sind nach wie vor weitgehend vorhanden, insbesondere die desinflationären Kräfte und die Ursachen für ein gedämpftes Wachstum. Langjährige US-Treasuries erachten wir als kaufenswert, wenn wir eine weitere Preisschwäche sehen.

Ende der Dollar-Stärke?

Unserer Ansicht nach könnte die Hausse des US-Dollars nach sechs Jahren realer Aufwertung gegenüber wichtigen Handelspartnern vorüber sein. Frühere Aufwärtszyklen in der Währung dauerten etwas länger, gefolgt von langen Perioden der Underperformance.

Der Dollar könnte sich jedoch kurzfristig stabilisieren oder vorübergehend wieder erholen, bevor er einen Abwärtstrend wieder aufnimmt, da sich die Stimmung bereits im letzten Jahr verschoben hat – die Anleger sind für Europa deutlich optimistischer als für die USA.

Risiken 2018

Das Hauptmarktrisiko ist immer die Möglichkeit einer Rezession. Darüber hinaus konzentrieren sich unsere Bedenken jedoch auf die Frage, wie gut die Märkte, die zum Teil durch Liquidität befeuert werden, auf sinkende Käufe von Zentralbankanleihen reagieren werden.

Wir machen uns auch Gedanken darüber, ob es China gelingen wird, zu einem Wachstumsmodell überzugehen, das weniger von Schulden getrieben ist. Andere wichtige Risiken sind vor allem geopolitisch und umfassen politische Instabilitäten in Europa, das Potenzial für einen harten Brexit, die protektionistische Rhetorik von Trump sowie steigende Spannungen mit Nordkorea und dem Iran. Sollte sich das Marktumfeld verschlechtern, werden wir versuchen, das Risiko rasch zu reduzieren.

John Stopford ist Head of Multi-Asset Income bei Investec Asset Management

Foto: Investec AM

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