Columbia Threadneedle ist bullish für europäische Aktien

Die britische Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle sieht gute Kurschancen für Dividendenpapiere aus Europa.

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Dublin: Neben Deutschland brummt auch die Konjunktur in Irland.

Zunächst spreche das abnehmende politische Risiko für europäische Werte. „Eine Reihe von Wahlsiegen der politischen Mitte gibt Anlegern wieder Zuversicht und ermutigt sie zu der Annahme, dass der europäische Aktienmarkt vor einer stabilen Phase steht“, so Philip Dicken, Leiter für europäische Aktien bei Columbia Threadneedle. Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl ergänzt er: „Ein Sieg von Merkel könnte ein weiteres Schlüsselereignis sein, um das Vertrauen der Anleger wiederherzustellen.“

Darüber hinaus befinde Europa sich in einer guten wirtschaftlichen Verfassung. „Die Eurozone hat ihren Platz als globaler Wachstumsmotor gefestigt“, schreibt Dicken. „Die Daten zeigen, dass die Aufträge der Hersteller steigen“, so Dicken. Zudem sei zu erwarten, dass die Arbeitslosigkeit in der Eurozone weiter zurückgehe. Besonders gut laufe die Konjunktur in Deutschland und Irland.

Lukrativ, aber kein Schnäppchen

Mit Blick auf die Bewertungen sind europäische Aktien Columbia Threadneedle zufolge nicht unbedingt etwas für Schnäppchenjäger. Die Bewertungen seien jedoch angemessen und böten daher langfristig gute Chancen. „Europa wird offenbar unterschätzt“, schreibt Dicken. „“Nicht nur, dass die Bewertungen nicht gerade hoch sind. Auch die Unternehmensgewinne wachsen zunehmend kräftig.“

Gewinnwachstum von bis zu 15 Prozent erwartet

Die Fondsgesellschaft erwartet, dass die Gewinne europäischer Unternehmen im laufenden Jahr um etwa zehn bis 15 Prozent zulegen werden. Das sei ein gesundes Niveau. Einige Marktbeobachter seien besorgt, dass der stärkere Euro dem Gewinnwachstum in die Quere kommen könne. Columbia Threadneedle gibt jedoch zu bedenken, dass die Hälfte der europäischen Unternehmensgewinne in Europa ihren Ursprung haben. „Daher ist die Eurostärke für das Gewinnwachstum nicht entscheidend, auch wenn sie durchaus einen Effekt hat“, sagt Dicken. (fm)

Foto: Shutterstock

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