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27. September 2017, 08:19
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“Defizite in der Finanzbildung können die Betroffenen teuer zu stehen kommen”

Das Wissen über Geld und persönliche Finanzen ist für die Deutschen der wichtigste Bildungsbereich, noch vor Gesundheit, Politik und Ernährung. Nach Expertenmeinung wird die Bedeutung in den nächsten zehn Jahren sogar weiter ansteigen. Das belegt eine Studie von Kantar Emnid im Auftrag von Union Investment.

 in Defizite in der Finanzbildung können die Betroffenen teuer zu stehen kommen

Hans Joachim Reinke, Union Investment: “Mangelndes Wissen zum Thema Geld und Finanzen zieht sich durch die Biografien vieler Menschen.”

Wie es tatsächlich um das Wissen rund ums Geld steht – da gehen die Meinungen allerdings auseinander. Während die breite Bevölkerung die eigene Finanzkompetenz als gut einschätzt, sehen das Fachleute ganz anders. “Die Studie zeigt, dass Experten Defizite bei der finanziellen Bildung feststellen. Das Überraschende dabei ist, dass diese Defizite den eigentlich Betroffenen im Alltag möglicherweise gar nicht auffallen. Das kann sie teuer zu stehen kommen”, sagt Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment. “Die Ergebnisse der Studie sind Grund genug, uns weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen und im Dialog mit den gesellschaftlichen Gruppen nach Lösungsansätzen zu suchen.”

Wissen über Geld und persönliche Finanzen wichtiger Bildungsbereich

Im Rahmen der Studie von Kantar EMNID wurden eine quantitative bevölkerungsrepräsentative Befragung unter 1.014 Personen im Alter ab 14 Jahren durchgeführt und außerdem 600 Experten aus Finanzindustrie, Journalismus, Lehrerschaft, Politik und Verbraucherschutz befragt. Es zeigt sich, dass die Ansichten über Wissen, Herausforderungen und Verantwortung weit auseinandergehen. Einigkeit besteht allerdings darin, dass das Wissen über Geld und persönliche Finanzen für alle Befragten noch vor Gesundheit, Politik und Ernährung der wichtigste Bildungsbereich ist.

Bedeutung der Finanzbildung wird steigen

Für jeden zweiten Befragten aus der Bevölkerung (52 Prozent) und zwei Drittel der Experten (65 Prozent) hat es heute zwar schon eine hohe Priorität. Tatsächlich ist die faktische Relevanz deutlich geringer, sagen 46 Prozent der Experten. Sie rechnen aber damit, dass die Bedeutung der Finanzbildung in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. 61 Prozent gehen davon aus, dass das Thema in zehn Jahren äußerst oder sehr wichtig sein wird.

Seite zwei: Schlechte Schulnoten für das Finanzwissen der Deutschen

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1 Kommentar

  1. Liegt das Problem nicht auch an der Branche, der Presse und dem Verbraucherschutz? Solange wir den Menschen ständig signalisieren, dass sinnvolle Geldanlagen und Vorsorgeprodukte schwierig, komplex und riskant sind, wird sich kaum etwas ändern. Lust machen auf das Thema Geld: Den Spaß, die Einfachheit und die Freude an Geldthemen vermitteln. Damit bauen wir eine Brücke, über die die Menschen gerne gehen. https://www.berndwaldeck.de/finanz-comedy/ Wissenskabarett und Finanzcomedy

    Kommentar von Bernd Waldeck — 29. September 2017 @ 12:07

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