Anzeige
31. Januar 2017, 07:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die Fed muss Klartext sprechen

Bei der anstehenden US-Notenbanksitzung muss Janet Yellen Klartext sprechen, damit die Märkte ihre Erwartungen anpassen können. Durch Trump wird es viele fiskalpolitische Änderungen geben.

Dixmier Franck Hoch Druck 13x15cm 300dpi in Die Fed muss Klartext sprechen

Franck Dixmier schaut auf die Sitzung der US-Notenbank voraus.

Franck Dixmier, Globaler Anleihenchef von Allianz Global Investors, sagt im Vorfeld der Fed-Sitzung: “Wir erwarten keine Änderung der Geldpolitik von der ersten Fed-Sitzung in diesem Jahr. Insbesondere die jüngsten Äußerungen von Janet Yellen zur Lohnentwicklung weisen darauf hin. Die Fed dürfte auch noch mehr über Präsident Trumps Pläne zur Ankurbelung der Konjunktur wissen wollen, bevor sie Anpassungen vornimmt.

Unterschiedliche Erwartungen

Wir erwarten jedoch, dass das Kommuniqué mehr Klarheit bringt, da diese Sitzung nicht von einer Pressekonferenz begleitet wird. Von besonderer Bedeutung ist der Unterschied zwischen den „Fed dots“ und den Erwartungen des Marktes. Die Punkte zeigen, dass der Konsens der Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed von drei Zinserhöhungen in diesem Jahr und drei weiteren im Jahr 2018 ausgeht. Allerdings erwartet der Markt nur insgesamt vier Zinserhöhungen in den nächsten zwei Jahren – ein deutlicher Unterschied.

Diese anhaltende Kluft zwischen den Erwartungen des Marktes und dem künftigen Tempo der Zinserhöhungen weisen auf die Fragilität der US-Märkte hin, vor allem angesichts des derzeitigen so genannten „Reflation Trade“ und des zunehmenden Drucks von Seiten des Arbeitsmarkts. Es ist im Interesse der Fed, genauer über das Tempo der Zinserhöhungen zu informieren, damit sich die Märkte reibungslos anpassen können, zumal Finanzstabilität zentral den Entscheidungsprozess der Fed bestimmt.

Mehr Inflation möglich

Es wird erwartet, dass die Trump-Administration plant, mit weiteren fiskalpolitische Maßnahmen eine US-Wirtschaft anzukurbeln, in der bereits Vollbeschäftigung herrscht. Dies sollte zu mehr Inflation führen, vor allem bei den Löhnen. Daher sind wir davon überzeugt, dass die Fed zumindest konsequent mit den im „dot plot“ vorgezeichneten Kurs fortfährt. Wenn sie davon abweicht, dann dürfte es eher mehr als weniger Zinsschritte geben.

Insgesamt ist die Glaubwürdigkeit der Fed das zentrale Thema. Der Markt muss davon überzeugt sein, dass die Fed bewusst „hinter der Kurve“ steht und die Inflation ansteigen lässt, bevor sie tätig wird. Es wird auf den Märkten auch nicht übersehen, dass die Fed sich bereithält, die US-Konjunktur abzukühlen, während Präsident Trump neue Konjunkturprogramme vorantreibt, und die Fed somit in eine missliche Situation bringt.“ (tr)

Foto: Allianz Global Investors

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Neuer Finanzvorstand: Jens Warkentin wechselt von Axa zu Talanx

Jens Warkentin, derzeit Chief Operating Officer bei der Axa Konzern AG in Deutschland, tritt vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats zum 1. Oktober 2018 in den Vorstand der Talanx Deutschland AG ein. Der 51-Jährige wird zum 31. März 2019 das Ressort von Barbara Riebeling übernehmen, die derzeit als Finanzvorstand und Arbeitsdirektorin der Talanx Deutschland AG tätig ist.

mehr ...

Immobilien

Diese Filialbanken bieten die besten Baufinanzierungskonditionen

Dank des Niedrigzinses sind die Finanzierungsbedingungen für den Immobilienkauf noch günstig, jedoch nicht bei allen Filialbanken. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat untersucht, welche Banken die besten Kreditkonditionen gewähren.

mehr ...

Investmentfonds

Argentinien: Probleme trotz IWF-Kredit

Der IWF-Kredit hat die argentinischen Märkte stabilisiert, aber die Probleme des Landes bleiben bestehen. Welche Herausforderungen die Wirtschaft in den nächsten Monaten überwinden muss und was das für Anleger bedeutet: Gastbeitrag von Rob Drijkoningen, Neuberger Berman

mehr ...

Berater

Sparkassen: Echtzeitüberweisungen in der Regel nicht kostenlos

Seit wenigen Tagen können Kunden bei zahlreichen Sparkassen ihre Überweisung in Echtzeit vornehmen – dies allerdings in der Regel nicht kostenlos. Die Kosten liegen zwischen null und zwölf Euro, wie eine Erhebung von Konto.org ergab. Das Fachportal hat die Preise für Echtzeitüberweisungen aller 385 Sparkassen online abgefragt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Head of Research and Strategy bei Thomas Lloyd

Die ThomasLloyd Group hat ihr Management-Team erweitert: Nick Parsons ist seit Juni am Hauptsitz in London als Head of Research and Strategy tätig und in dieser Rolle auch Chefvolkswirt der Investment- und Beratungsgesellschaft.

mehr ...

Recht

Erbbaurecht: Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks

Kommunen, Kirchen und Stiftungen vergeben häufig Erbbaurechte. Als “Eigentum auf Zeit” können diese gerade für junge Familien mit wenig Eigenkapital eine Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks darstellen. Die Hamburgische Notarkammer erklärt.

mehr ...