17. Oktober 2017, 07:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

ETF-Anleger gehen höheres Risiko ein

Seit Jahresbeginn ist dem europäischen ETF-Markt mit 74 Milliarden Euro doppelt so viel Kapital wie im Vorjahreszeitraum zugeflossen. Besonders stark profitiert haben Aktienfonds. Welche weiteren Trends sich am europäischen ETF-Markt durchsetzen:

Geld-hand-stapel-sparen-steigen-anlage-investieren-shutterstock 290225273 in ETF-Anleger gehen höheres Risiko ein

Die Zuflüsse in den europäischen ETF-Markt wachsen stetig.

Seit Jahresbeginn sind dem europäischen ETF-Markt mehr als 74 Milliarden Euro zugeflossen. 48 Milliarden Euro davon investierten Anleger in Aktien-ETFS, 23 Milliarden Euro in Anleihe-ETFs und drei Milliarden Euro in Rohstoff-ETFs. Das hat Amundi Asset Management gemeldet. Im Vorjahreszeitraum hätten europäischen ETFs lediglich ein Plus von 30 Milliarden Euro verzeichnet.

Die wesentlichen Trends des ersten Halbjahres 2017 hätten sich während des Sommers verfestigt. Regional betrachtet hätten sich Anleger auf europäische Aktien konzentriert, gefolgt von Schwellenländerprodukten. Bei Renten-ETFs seien Produkten auf Schwellenländeranleihen weiterhin die meisten Mittel zugeflossen.

Anhaltendes Interesse an Aktien-ETFs

Das Interesse nach Aktien-ETFs auf europäische Titel ist laut Amundi anhaltend groß. Der Wirtschaftsaufschwung und Impulse durch den Wahlausgang in Frankreich und Deutschland hätten die Zuflüsse auf 11,5 Milliarden Euro seit Jahresbeginn ansteigen lassen. Frankreich und Deutschland führen die Rangliste der in den vergangenen Monaten gefragtesten Länderexposures an.

Dieser Trend sei auch bei der Sektor- und der Faktor-Allokation zu beobachten. ETFs auf die Finanzbranche seien in diesem Jahr drei Milliarden Euro zugeflossen, davon eine Milliarde allein im September.

ETF-September in ETF-Anleger gehen höheres Risiko ein

Quelle: Bloomberg Finance LP, Amundi ETF; eigene Darstellung

Wiedergewonnenes Vertrauen in Europa

Im Smart-Beta-Universum liegen nach Angaben von Amundi Titel aus dem Small- und Mid-Cap-Bereich mit Zuflüssen von über 2,5 Milliarden Euro seit Jahresbeginn vorn. Diese stark zyklischen Engagements würden das wiedergewonnene Vertrauen in den europäischen Markt belegen.

Bei Anleihen hätten mit Blick auf höhere Renditechancen ebenfalls risikoreichere Produkte im Fokus gestanden. Schwellenländertitel hätten mit Zuflüssen von über 8,5 Milliarden Euro im Jahr 2017 unter den Staatsanleihen am besten abgeschnitten.

Trend zu riskanteren Produkten

Ein ähnliches Bild ergebe sich bei Unternehmensanleihen. Aktuell habe sich das Interesse der Anleger in Richtung High-Yield-ETFs verschoben, die im September mit einem Plus von zwei Milliarden Euro die höchsten Zuflüsse verbuchten und damit unter den drei in diesem Jahr gefragtesten Segmenten liegen würden.

Der Trend zu risikoreicheren Anlagen sowohl bei Aktien- als auch bei Bond-Produkten belegt nach Ansicht von Amundi die insgesamt höhere Zuversicht der Anleger. (kl)

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Aon zu steigenden Sturmschäden: “Die wirklichen Extreme stehen uns noch bevor”

650 Millionen Euro betragen die Sturmschäden seit Monatsbeginn in Deutschland, so die Schätzung von Rückversicherer AON. 350 Millionen Euro sollen auf Verträge der Sachversicherung entfallen. 300 Millionen Euro sind voraussichtlich an Kaskoschäden in der Kfz-Versicherung auszubezahlen. Im Gespräch erläutert Jan-Oliver Thofern, CEO des Rückversicherungsmaklers bei Aon, dass sowohl das Volumen an Schäden als auch die Höhe der Zahlungen für versicherte Schäden die Branche vor eine neue Herausforderung stellen.

mehr ...

Immobilien

Digitalisierung der Baufinanzierung: Das Ende der Filialbanken?

Die Hausbank, wie wir sie kennen, ist am Straucheln. Ein regionaler Bankberater und der wöchentliche Gang zum Schalter sind Relikte der Vergangenheit. Gastbeitrag von Valentin Drießen, Hausfrage.

mehr ...

Investmentfonds

Draghi’s Kommentare beeinflussen europäischen High Yield-Markt

Draghi’s Aussagen auf dem EZB-Forum in Sintra, Portugal, stellen einen wichtigen Impuls für den europäischen High Yield-Markt dar. Wenn der EZB-Chef erklärt, dass „weitere Leitzinssenkungen und Maßnahmen zur Eindämmung von Nebenwirkungen Teil unserer Instrumente bleiben“, ist zu erwarten, dass diese der Kreditwirtschaft und insbesondere dem High Yield-Markt zugutekommen. Ein Kommentar von Mark Benbow, Manager des Kames Short-Dated High Yield Bond Fund.

mehr ...
20.06.2019

Powells Balanceakt

Berater

„Das beste Lob, das man als Versicherer bekommen kann“

Daniel Bahr war von 2011 bis Dezember 2013 Bundesgesundheitsminister, gilt als „Vater des Pflege-Bahr“, ist seit 2017 Vorstand der Allianz Krankenversicherung und ein Experte beim Thema Pflege. Cash. sprach mit ihm über das unterschätzte Risiko der Pflegebedürftigkeit, die Zurückhaltung des Vertriebs sowie die Kampagne der Allianz mit Markenbotschafter Dieter Hallervorden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

Trennung nach Schenkung: Geld zurück, bitte!

Geldgeschenke der Eltern eines Partners müssen zurückgezahlt werden, wenn sich das Paar kurze Zeit nach der Schenkung trennt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 18. Juni 2019 – X ZR 107/16).

mehr ...