23. Juni 2017, 07:10
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Ethik der künstlichen Intelligenz

Herausforderungen ergeben sich auch im Strafrecht. Urteile resultieren aus zwei wesentlichen Faktoren. Zum einen die strafrechtliche Tat und zum anderen die strafrechtliche Motivation. Die strafrechtliche Tat definiert beispielsweise den Unterschied zwischen einem Raub oder Betrug und strafrechtliche Motivation definiert die Abstufung zwischen vorsätzlich und fahrlässig. Bei einem Menschen kann man diese Faktoren genauer bestimmen, dies ist jedoch bei Robotern und intelligenten Softwares schwieriger. Die Tat kann man hier zwar auch genau definieren, doch kann man ihnen auch eine Motivation unterstellen? Und wenn nicht, trägt der Entwickler oder Besitzer des Roboters die strafrechtliche Verantwortung? Bisher übernimmt der Eigentümer die Verantwortung für seine intelligente Software, außer er kann dem Hersteller einen groben Herstellungsfehler nachweisen.

Fragestellungen zur strafrechtlichen Behandlung sind nicht das einzige Thema, bei dem sich neue Herausforderungen ergeben. Durch den disruptiven Einsatz von Robotern und intelligenter Software werden Arbeitsplätze in einfachen Tätigkeitsbereichen abgebaut.

Disruption belastet Krankenkassen und Sozialsysteme

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz können Produktionskosten aus dem Herstellungsprozess eingespart werden. In den meisten Fällen entfallen dadurch Arbeitsplätze. Die Folge daraus ist eine Belastung der Krankenkassen und des Sozialsystems. In den vergangenen Jahrzehnten wurden oft Modelle für eine Robotersteuer oder Maschinensteuer entworfen. Aktuelle Vorschläge zielen darauf ab, Arbeitsleistung von Robotern mit Sozialabgaben zu belegen, um die Sozialkassen zu unterstützen. So bleiben Teile der Kostenvorteile durch die neue Technik bestehen, und die ohnehin belasteten Sozialkassen könnten entlastet werden. Allerdings verschwinden nicht nur Arbeitsplätze, es entstehen durch diese Technologie auch ganz neue Branchen. Das beste Beispiel hierfür ist das Silicon Valley in der Nähe von San Francisco. Vor 20 Jahren brachte man diese Region in Kalifornien noch mit einem Urlaubsort in Verbindung, und heute stellt es einen der Hauptgeschäfts- und Ballungsräume der USA mit 500.000 Angestellten dar.

Big in Japan – effiziente Sensoren aus Österreich

Besonders Japan als Industrienation nutzt die Möglichkeiten von intelligenten Robotern. Das Unternehmen FANUC stellt intelligente Roboter für die Fließbandarbeit her. Panasonic beispielsweise produziert mit Hilfe von FANUC-Robotern zwei Millionen LED-Fernseher in seiner japanischen Fabrik in Amagasaki pro Monat und benötigt dabei nur 25 Mitarbeiter. Durch Erfolge wie diese stellt FANUC immer wieder einen Bestandteil in unseren Fonds dar. Die Umstellung auf eine solch stromintensive Produktionskette muss durch ein effizientes Energiemanagement unterstützt werden. Hierbei werden intelligente Sensoren, wie von dem österreichischem Konzern AMS, verwendet. Der Konzern stellt zahlreiche Arten von Sensoren zur effizienten Nutzung von Energie her. Der große Erfolg dabei spiegelt sich in der Aktienperformance wider, die ihrerseits zu der positiven Entwicklung von Ökoworld-Fonds beiträgt.

Seite drei: Chancen in der alternden Gesellschaft – Roboter als Pflegepersonal?

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