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31. März 2017, 07:30
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Umfrage: Finanzprofis begrüßen Scheitern der Börsenfusion

Das Scheitern der Fusion zwischen Deutsche Börse und London Stock Exchange (LSE) wird nur von wenigen Finanzprofis bedauert. Das geht aus einer Mitgliederbefragung der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) hervor. Die Befragten würden die Fusion mit einer anderen europäischen Börse befürworten.

Börsenfusion: Finanzprofis begrüßen Scheitern

Das Scheitern der Fusion zwischen Deutsche Börse und LSE wird nur von wenigen Finanzprofis bedauert.

70 Prozent der DVFA-Mitglieder finden es besser, wenn die Fusion nicht zustande kommt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des DVFA, für die 163 Mitglieder befragt wurden.

Demnach räumten 66 Prozent der Befragten zwar ein, dass ein Zusammenschluss auch Vorteile hätte – etwa Kosteneinsparungen durch Skaleneffekte. Das von der Deutschen Börse vorgetragene Argument des besseren Zugangs zu einem größeren Kapitalmarkt habe aber lediglich ein Drittel der Befragten überzeugt.

Bei 68 Prozent überwiege zudem die Sorge um die Schwächung des Finanzplatzes Frankfurt und die Defizite in der Überwachung, wenn London als Standort des geplanten Zusammenschlusses demnächst außerhalb der EU liegt. Die Befürchtung, der ordentliche Betrieb der Frankfurter Wertpapierbörse könne gefährdet werden, teilten allerdings nur 15 Prozent der Befragten.

Finanzprofis befürworten Wachsstumspläne

Die Mehrheit der befragten Finanzprofis (80 Prozent) hält die Strategie der Deutschen Börse, über die Fusion mit anderen Börsen zu wachsen, grundsätzlich für richtig. So empfehlen 90 Prozent der DVFA-Mitglieder eine Fusion mit einer anderen innereuropäischen Börse.

Die Finanzierung deutscher Unternehmen über den Kapitalmarkt könne demnach aber auch durch die Senkung der Kosten (53 Prozent) und eine Senkung der Hürden für ein Listing (51 Prozent) gefördert werden.

“Deutschland braucht einen starken Finanzplatz und eine starke Börse. Im Euroraum durch Fusionen zu wachsen, ist dabei generell keine schlechte Strategie. Es sind immer wieder politische Hindernisse, die der Deutschen Börse dabei in die Quere kommen”,  kommentiert DFVA-Vorstandsvorsitzender Stefan Bielmeier. (jb)

Foto: Shutterstock

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