6. November 2017, 10:34
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Hohe Barmittelbestände setzen Warren Buffett unter Druck

2017 hätte für den Investor Warren Buffett besser laufen können. Naturkatastrophen haben zu Einbrüchen im Versicherungsgeschäft geführt und seine wachsenden Barmittel erhöhen den Druck auf ihn. Beobachter warten auf die nächste große Übernahme.

Warren-buffett-berkshire-hathaway-AP-90428855 in Hohe Barmittelbestände setzen Warren Buffett unter Druck

Warren Buffett, Vorstandsvorsitzender und CEO von Berkshire Hathaway verlor im dritten Quartal durch Naturkatastrophen Überschüsse.

Naturkatastrophen haben Berkshire Hathaway einen Strich durch das Versicherungsgeschäft gemacht und zu einem Gewinneinbruch im dritten Quartal geführt. Verglichen mit dem Vorjahreswert fiel der Überschuss um 43 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar (3,5 Mrd Euro), wie die Beteiligungsgesellschaft von Star-Investor Warren Buffett am Freitag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der operative Gewinn sank um 29 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar.

Schuld an dem starken Rückgang war ein operatives Minus von 1,4 Milliarden Dollar im Versicherungsgeschäft. Die Wirbelstürme Harvey, Irma und Maria und das verheerende Erdbeben in Mexiko hinterließen tiefe Spuren. Die Sparte, zu der etwa der Rückversicherer Gen Re und der Autoversicherer Geico gehören, hatte im Vorjahreszeitraum noch 272 Millionen Dollar zum Gewinn beigesteuert.

Barreserven erhöhen Druck auf Buffett

Trotz des durchwachsenen Quartals schwellen die Barreserven von Berkshire Hathaway immer weiter an. Im Berichtszeitraum hatte Buffetts Gesellschaft erstmals mehr als 100 Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Damit steht Buffett enorm viel Geld für Übernahmen zur Verfügung. Das erhöht allerdings auch den Druck auf die 87-jährige Investorenlegende, weitere Deals einzufädeln.

Zuletzt hatte Buffett lediglich durch kleinere Transaktionen Schlagzeilen gemacht. Im vergangenen Monat kündigte Berkshire Hathaway den Einstieg bei der Raststättenkette Flying J an, wo Buffetts Anteil bis im Jahr 2023 auf 80 Prozent steigen soll. Zuvor war der Versuch gescheitert, für neun Milliarden Dollar einen texanischen Stromversorger zu übernehmen.

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