8. Dezember 2017, 08:39
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Japan: Mehr als nur ein Versprechen

Die Fortschritte auf Seite der Unternehmen gipfelten in höheren Renditen auf das investierte Kapital (RoIC) und einer stärkeren Schaffung von Shareholder Value. Seit dem Amtsantritt von Premierminister Shinzo Abe hat sich die RoIC-Lücke zwischen Japan und dem Rest der Welt von einem Rekordhoch von 3,6 Prozent auf nur noch 0,7 Prozent verringert.

Dagegen liegt das Wachstum des Gewinns je Aktie in diesem Zeitraum im Schnitt bei 24,5 Prozent, während es im Rest der Welt nur durchschnittlich 4,1 Prozent erreichte. Aufgrund der besseren Corporate Governance haben nun fast 100 Prozent der TSE-1-Unternehmen externe Vorstände, gleichzeitig sinkt die Zahl der bequemen und angenehmen Überkreuzbeteiligungen dramatisch und die Ausschüttungen fallen deutlich höher aus.

Starkes High-Tech-Segment

Trotzdem bewegte sich die Gesamtrendite japanischer Aktien in den vergangenen vier Jahren nur auf dem Niveau von Papieren aus anderen Industrieländern – eine unseres Erachtens sehr enttäuschende Performance.

Der japanische Aktienmarkt notiert mit einem KGV-Abschlag von zehn Prozent gegenüber globalen Aktien ohne Japan und ist aufgrund der Erholung des Welthandels der Markt mit dem größten Hebel. Zwar bietet Japan keine FANG-Aktien (Facebook, Amazon, Netflix, Google) oder Mega-Cap-Technologiewerte, kann dafür aber mit einer ganzen Reihe hochwertiger Wachstumsunternehmen aus den High-Tech-Segmenten wie Robotik, Sensorik, Materialwirtschaft oder Halbleiter aufwarten.

Japan bleibt dynamisch

Daneben gibt es in Japan auch binnenwirtschaftlich orientierte, hochwertige Wachstumsunternehmen, also Firmen, die von der disruptiven Kraft des Internets profitieren. Dazu gehört beispielsweise MonotaRO, der führende Anbieter von Online-Leistungen im Bereich Wartungs-, Reparatur- und Überholungsmaßnahmen für die zahlreichen japanischen kleinen und mittleren Industriebetriebe.

Damit dürfte das Gewinnwachstum und die Dynamik der japanischen Wirtschaft auch 2018 weiter lebhaft sein, trotz des in den Vorjahren bereits erzielten erheblichen Wachstums.

Richard Kaye ist Portfoliomanager Japan bei der Fondsgesellschaft Comgest

Foto: Comgest

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