7. Dezember 2017, 13:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Automatisierung: Ungenutztes Potenzial

Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz und anderen Technologien können die Produktionskosten deutlich reduziert werden. Das Potenzial des technischen Fortschritts ist noch lange nicht ausgeschöpft. Nicht nur Unternehmen und Konsumenten, sondern auch Anleger, können profitieren.

Automatisierung-roboter-buero-technologie-KI-AI-shutterstock 234722641 in Automatisierung: Ungenutztes Potenzial

Die Automatisierung wird zum Verlust von Arbeitsplätzen führen.

Die technologische Revolution unserer Arbeitswelt steht erst am Anfang, ist Mark Hawtin, Portfolio Manager für Technologieaktien bei Gam, überzeugt: “Rechenleistungen und Speicherkapazitäten sind zu immer günstigeren Preisen herstellbar und verfügbar. Das beflügelt den Boom der künstlichen Intelligenzen und treibt die Einsatzmöglichkeiten von Maschinen auf neue Niveaus.”

Roboter und künstliche Intelligenzen (KI) hätten das Potential, Menschen in bestimmten Arbeitsbereichen komplett oder teilweise zu ersetzen. “Die Produktion wird effizienter und dadurch lassen sich Kosten einsparen. Die neue Digitalökonomie eröffnet aber auch Anlegern interessante Investmentoptionen“, sagt Hatwin.

Automatisierungmöglichkeiten bleiben ungenutzt

Bereits heute ist es möglich, 45 Prozent aller Arbeitsschritte im Alltag zu automatisieren, das ist das Ergebnis einer McKinsey-Studie. Ein Bericht von der Beratungsfirma aus dem Jahr 2013 kommt zu dem Schluss, dass intelligente Softwaresysteme, die komplexere Aufgaben ausführen können, bis 2025 eine wirtschaftliche Auswirkung von 5,2 bis 6,7 Billionen US-Dollar haben könnten. Durch die höhere Effizienz könnten potentiell etwa 140 Millionen Vollzeitstellen wegfallen.

Eine Untersuchung von DXC Technology kam zu dem Ergebnis, dass Angestellte zehn bis 20 Prozent ihrer Arbeitszeit mit repetitiven Computertätigkeiten verbringen. IT-Abteilungen würden 30 Prozent ihrer Zeit für anspruchslose Tätigkeiten aufwenden.

“Derzeit werden 50 Prozent der Automatisierungsmöglichkeiten nicht wahrgenommen – 70 bis 80 Prozent eines typischen, regelbasierten Prozesses könnten automatisiert werden”, so Hawtin.

Verlust von Arbeitsplätzen wahrscheinlich

Die Software der Firma Blue Prism beispielsweise ermögliche es, manuelle, regelbasierte administrative Back-Office-Prozesse zu automatisieren und schaffe so digitale Arbeitskräfte. Zu den Kunden von Blue Prism würden unter anderem The Co-operative Banking Group, RWE npower, Fidelity Investments, der staatliche britische Gesundheitsdienst NHS sowie O2 gehören.

Seite zwei: Automatisierte Gerichte + Folgen für Anleger

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...