Anzeige
11. September 2017, 08:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kryptowährungen: Wertsteigerung führt zu mehr Betrugsfällen

Das Martktvolumen von Kryptowährungen ist in den letzten Monaten stark gestiegen. Das macht es auch für Kriminelle leichter, größere Summen zu erlangen. Hinzu kommt die wachsende Gier und die höhere Zahl unerfahrener Nutzer.

Hacker-cybercrime-laptop-hand-code-shutterstock 518318218 in Kryptowährungen: Wertsteigerung führt zu mehr Betrugsfällen

Werden Kryptowährungen gestohlen, liegt das meistens daran, dass Nutzer ihre Konten schlecht gesichert haben.

Der steigende Wert vieler Kryptowährungen führt auch dazu, dass Verbrechen lohnenswerter sind. So wurden in Japan für die ersten sieben Monate in 2017 33 Betrugsfälle gemeldet, bei denen Tokens verschiedener Währungen gestohlen worden. Der Schaden beläuft sich auf knapp 711 Millionen US-Dollar. Das geht aus einer Meldung des Kryptowährungsportals “Coindesk” hervor.

Uneinig seien sich die japanischen Medien darüber, welche der beiden Währungen –Bitcoin oder Ripple– am stärksten betroffen sind. Eindeutig ist jedoch, dass fast ausschließlich schlecht gesicherte Konten gehackt wurden.

ICO-Angebote: Hoher Anteil von Phishing-Versuchen

Doch nicht nur Diebstähle nahmen zu. Auch Investoren in Initial Coin Offerings (ICOs) werden in einem von zehn Fällen betrogen, meistens indem ihnen nur vorgespielt wird, sich an einem ICO zu beteiligen.

ICOs sind eine Art Crowdfunding, bei dem Investoren als Gegenleistung digitale Tokens erhalten. Diese sind ein Anrecht darauf, an dem Geschäftserfolg der Idee beteiligt zu werden, die durch das Initial Coin Offering finanziert wird.

Finanziert werden beispielsweise Software Start-ups oder neue Kryptowährungen. Die Investitionssummen erreichen umgerechnet teilweise mehrere hundert Millionen US-Dollar und liegen damit weit über denen klassischer Crowdfunding-Projekte.

Betrüger nutzen ICO-Hype aus

ICO-Interessenten wurden in 2017 bisher um 225 Millionen Dollar betrogen. Das meldet Bloomberg mit Berufung auf Chainalysis, ein Unternehmen, das Transaktionen analysiert und Anti-Geldwäsche-Software anbietet.

Kryptobetrug in Kryptowährungen: Wertsteigerung führt zu mehr Betrugsfällen

Quelle: Bloomberg 2017; eigene Darstellung

Allein bei Verbrechen im Zusammenhang mit der Kryptowährung Ethereum seien 30.000 ICO-Investoren betrogen worden und hätten dabei im Schnitt jeweils 7.500 US-Dollar verloren. Das häufigste und erfolgreichste Verbrechen waren Phishing-Versuche, wobei Internetnutzer  unter anderem über E-Mails oder Twitter-Nachrichten dazu verleitet werden, Geld an Betreiber von Internetseiten zu schicken, die nur vorgeben, Geld für ICOs zu sammeln. Auch Schwachstellen von Systemen konnten Kriminelle oft nutzen.

“Das ist eine große Summe, für die kurze Zeit. Kryptowährungs-Betrüger sind verglichen mit anderen Kriminellen sehr erfolgreich”, sagt Jonathan Levin, Mitgründer von Chainalysis. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Swiss-Re-Chef erwartet in diesem Jahr weitere schwere Stürme

Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re rechnet nach dem Hurrikan “Florence” in den USA und dem Taifun “Mangkhut” in Asien am Wochenende mit weiteren schweren Unwettern.

mehr ...

Immobilien

Immobilienunternehmen stellen Spezialisten auf Vorrat ein

In der Immobilienwirtschaft verschärft sich der Kampf um die besten Fach- und Führungskräfte immer weiter. Inzwischen sind Fälle, in denen Mitarbeiter drei bis sechs Monate vor Ankauf oder Projektbeginn auf Vorrat eingestellt werden keine Seltenheit mehr.

mehr ...

Investmentfonds

Mischfonds führen Absatzliste

Das Neugeschäft der Fondsbranche bleibt im Vergleich zum Vormonat gleich. Sechs Milliarden Euro legten Anleger im Juli in Fonds an, dabei dominierten, wie in den letzten Jahren, Mischfonds. Besonders unbeliebt waren wertgesicherte Fonds, sie mussten die größten Abflüsse hinnehmen.

mehr ...

Berater

“Wir wollen Fußabdrücke in der Persönlichkeit hinterlassen”

Im Rahmen der Cash.-Serie “Recruiting 2018” sprachen wir mit Dirk Benz, Vorstandsmitglied Vertrieb bei Proventus, Hannover, über Karrierechancen in der Finanzdienstleistung und warum der Erwerb von Finanzwissen das A und O ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Vertrieb: Schützenhilfe durch die Grünen

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen zur Rolle der BaFin im Rahmen der P&R-Insolvenz, wirft kein besonders gutes Licht auf die Prüfungspraxis der Behörde, hilft aber dem Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Bindet der Mietvertrag auch den Ehepartner?

Wenn nur ein Ehepartner einen Mietvertrag unterschreibt, ist der andere nicht automatisch daran gebunden. Auch dann nicht, wenn sein Name im Mietvertrag genannt ist. Der Vermieter kann also nicht die Ehefrau verklagen, weil ihr Mann, der den Vertrag unterschrieben hat, keine Miete mehr zahlt. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Landgericht Stuttgart.

mehr ...