Bitcoinkurs fällt nach ICO-Verbot

Die chinesische Zentralbank hat das Verbot von Initial Coin Offerings (ICOs) durchgesetzt. Damit haben Chinesen zwar nicht mehr die Möglichkeit, an dem Multi-Milliarden-Dollar Markt teilzunehmen, doch könnte die Entscheidung seriöse ICOs stärken.

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Von dem ICO-Verbot der chinesischen Zentralbank waren besonders die Kurse von Ethereum und Bitcoin betroffen.

Am Montag hat die chinesische Zentralbank Initial Coin Offerings (ICOs) verboten. ICOs sind eine Art von Fundraising, bei dem Kryptowährungen eingesetzt werden. Der Begriff ist an Initial Public Offerings (IPOs) angelehnt.

Im Unterschied zu IPOs werden bei ICOs keine Stimmrechte sondern Tokens vergeben, die den Anspruch des Eigentümer am zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg einer Idee oder eines Geschäftsmodells darstellen. Die Angebote sind hoch spekulativ und für viele Bieter nicht lukrativ.

Chinesen werden von Multi-Milliarden-Dollar-Industrie ausgeschlossen

Die chinesische Notenbank hat laut Bloomberg auch angekündigt, schon platzierte ICOs daraufhin zu untersuchen, ob sie legal abgewickelt wurden. Anbieter, die ICOs bereits erfolgreich platziert haben, müssten das eingesammelte Kapital unter Umständen zurückerstatten. Zur Umsetzung habe die chinesische Notenbank bisher keine Angaben gemacht.

Das Verbot bedeutet: „dass chinesische Bürger nicht länger die Möglichkeit haben, an der Multi-Milliarden-Dollar-Industrie rund um die Entwicklung neuer Kryptowährungen teilzuhaben“, sagt Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform Etoro.

„Verbot von ICOs ist richtige Entscheidung“

„Wir begrüßen diesen Schritt, weil sich daraus schlussfolgern lässt, dass die chinesische Regierung der Entwicklung von Kryptowährungen große Aufmerksamkeit schenkt. Gleichzeitig aber verfügen viele ICO-Projekte aus China über hohe Risiken, wie etwa Ponzi-Schemata“, sagt Greenspan.

Er ergänzt: „Für die finanzielle Sicherheit der Chinesen ist das Verbot von ICOs deshalb die richtige Entscheidung. Wir sind der Auffassung, dass die chinesische Regierung die Regulierung von ICOs beschleunigen und so seriöse ICOs schützen wird.“

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Diese Meldung hat den Kurs von zwei der größten Kryptowährungen nach unten gezogen. „Bitcoin hat nach seinem Allzeithoch von 5.000 US-Dollar vom Freitag am Dienstagmorgen beinahe die 4.000-Dollar-Marke berührt – ein Pullback von circa 20 Prozent“, berichtet Greenspan.

Kurseinbruch auf Krypto-Märkten

„Für Ethereum, über das viele ICOs abgewickelt werden, war der Schaden schwerwiegender. Am Freitag hat sich der Ether-Kurs noch am Widerstandspunkt von 400 US-Dollar die Zähne ausgebissen – am Dienstagmorgen lag er um 30 Prozent darunter“, so Greenspan.

Doch  schon 24 Stunden vor der Meldung der chinesischen Zentralbank seien die Kurse beider Kryptowährungen gesunken und einige Investoren könnten die niedrigen Preise zum Einstieg nutzen. Auf der –nach eigenen Angaben weltgrößten Bitcoin-Börse– Bitfinex ist der Bitcoinkurs am Dienstag Nachmittag wieder auf 4.273 US-Dollar gestiegen.(kl)

Foto: Shutterstock

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