11. Dezember 2017, 14:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mario Draghis Schritt zurück

2018 wird ein spannendes Jahr, besonders auf den Anleihemärkten. Die Fed wird die Zinsen 2018 voraussichtlich weiter anheben, während die EZB noch ihre Anleihekäufe reduziert. Darauf müssen sich Anleger vorbereiten. Gastbeitrag von Carsten Mumm, Donner & Reuschel

Carsten-Mumm-1-Kopie in Mario Draghis Schritt zurück

Carsten Mumm: “Die weiterhin moderaten Lohnzuwächse sorgen für das voraussichtliche Zusammenlaufen von Renditen im Anleihemarkt und Leitzinsen in 2018.”

Die Aussagen der Zentralbanken stehen diese Woche im Fokus. Am Mittwoch trifft sich die FED und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den Leitzins von 1,25 Prozent auf 1,5 Prozent erhöhen. Zudem werden weitere Zinserhöhungen in 2018 erwartet, wobei die Mehrheit der Analysten von vier Zinserhöhungen ausgeht.

Falls dieses Szenario eintritt, hätten die USA einen Leitzins von 2,5 Prozent. Die aktuelle Rendite zehnjähriger Staatsanleihen liegt bei 2,37 Prozent, also fast auf dem gleichen Niveau. Der Arbeitsmarktbericht verdeutlicht das Dilemma: Der Bericht ist robust, aber es gibt kaum Anzeichen für eine Inflation.

“Panik ist unangebracht”

Die weiterhin moderaten Lohnzuwächse sorgen für das voraussichtliche Zusammenlaufen von Renditen im Anleihemarkt und Leitzinsen in 2018. Die EZB zeigt aktuell ein anderes Szenario. 2018 wird mit dem Auslaufen der Anleihekäufe ein sehr spannendes Jahr.

Der “Alles-Käufer” Mario Draghi macht einen Schritt zurück. Die Anleihemärkte dürften mit steigenden Zinsen reagieren. Panik ist jedoch unangebracht, da die EZB, laut Mario Draghi, bei Verwerfungen parat steht.

Behutsamer Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik

Auch wird die aktuell robuste Konjunktur den Prozess des Ausstiegs aus der ultra-expansiven Geldpolitik erleichtern. Die EZB wird zudem sehr langsam agieren, um die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone nicht abzuwürgen.

Carsten Mumm ist Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Privatbank Donner & Reuschel

Foto: Donner & Reuschel

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GKV: Kassen laufen Sturm gegen Spahn-Pläne

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgesehenen Änderungen bei der Organisation der Kassen stoßen auf vehementen Widerstand bei den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV).

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Immer höhere Darlehen

Die hohen Preise für Objekte an den deutschen Immobilienmärkten treiben auch die Darlehenssummen stetig weiter nach oben. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, berichtet über aktuelle Entwicklungen bei den Baufinanzierungen.

mehr ...

Investmentfonds

Biotechnologie: “Ungebremste Innovationskraft”

Welches sind die größten Risiken bei einer Investition in Biotechnologie und was sollten Anleger beachten? Darüber hat Cash. mit Dr. Ivo Staijen, CFA gesprochen, Manager des HBM Global Biotechnology Fund.

mehr ...

Berater

Wirecard: Softbank als neuer Partner in Fernost

Der Zahlungsabwickler kann nach Berichten über umstrittene Bilanzierungspraktiken gute Nachrichten verkünden: Der Tech-Konzern Softbank investiert 900 Millionen Euro in Wirecard. Er soll den Dax-Kozern als Partner in Fernost unterstützen.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...