Warum die Investition in aktive Fonds nicht lohnt

Für alle anderen Kategorien liege die Quote jedoch unter 50 Prozent. Im Schnitt liegen 38 Prozent der aktiven Aktienfonds und 34 Prozent der aktiven Anleihefonds mit ihrer Performance über derjenigen der Indexfonds.

Betrachtet man die letzten fünf Jahren, können nur noch 41 Prozent der Fonds der Kategorie Aktien Schweiz die entsprechenden Indexfonds outperformen. Doch schaffen das jetzt im Schnitt Fonds, die in Aktien aus dem UK anlegen (54 Prozent), in globale Anleihen (56 Prozent) und in Unternehmensanleihen in Euro (55 Prozent). Im Durchschnitt erzielen laut Morningstar 38 Prozent der aktiven Aktienfonds höhere Renditen als die jeweiligen Indexfonds, bei den Anleihefonds sind es 44 Prozent.

Langfristiger Vergleich

Im Betrachtungszeitraum von zehn und 15 Jahren würden es im Schnitt nur noch 20 und 21 Prozent der aktiv gemanagten Fonds, die in Aktien investieren, schaffen, ihre entsprechenden Indexfonds outzuperformen, bei den Anleihefonds seien es 20 und 24 Prozent. In keiner Morningstar-Kategorie schneiden aktive Produkte im Schnitt besser ab als passive.

Teure Fonds schneiden schlechter ab

Besonders deutlich wird der Unterschied zwischen aktiv und passiven Fonds, wenn man die Kosten in die Analyse einbezieht. Aktive Fonds, mit hohen Gebühren schneiden im Vergleich deutlich schlechter ab, so die Ergebnisse von Morningstar. Die Erfolgsquote der 20 Prozent günstigsten aktiven Aktienfonds liege im Zeitraum von zehn Jahren bei 33 Prozent, bei den Anleihefonds seien 28 Prozent erfolgreich.

Schaut man auf die teuersten 20 Prozent der Fonds so performen, laut Morningstar im Schnitt nur noch neun Prozent der Aktienfonds und sieben Prozent der Anleihefonds besser als die entsprechenden ETFs. Besonders deutlich werde dies bei Aktienfonds die in Aktien aus der Schweiz oder dem Vereinigten Königreich investieren. Dort liegen die Erfolgsquoten der günstigsten Fonds 50 beziehungsweise 42 Prozentpunkte höher als bei den teuersten Fonds.

Fazit

Anleger sollten sich nicht fragen, ob ein aktiv gemanagter Fonds seinen Index schlägt, für die Investitionsentscheidung relevant ist die Frage, ob er den entsprechenden Indexfonds schlägt. Bei dieser Frage muss auch immer der Anlagehorizont betrachtet werden. Je kurzfristiger die Investition ist, desto wahrscheinlicher wird es, dass ein aktiver Fonds besser abschneidet als ein ETF.

Doch selbst in der Frist von drei Jahren sind Indexfonds im Schnitt überlegen. Einen besonders großen Vorteil haben passive Produkte gegenüber teuren aktiv gemanagten Fonds. Eine vollständige Übersicht über die Ergebnisse und die Vorgehensweise finden Sie bei Morningstar. (kl)

Foto: Shutterstock

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