Anzeige
Anzeige
18. Oktober 2017, 08:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche investieren selten nachhaltig

Nur ein geringer Teil der deutschen Privatanleger zieht ethische und ökologische Aspekte in seine Investitionsentscheidungen mit ein. Damit liegen Investoren im internationalen Durchschnitt. Legg Mason hat eine Umfrage beauftragt, die das Anlageverhalten verschiedener Investoren untersucht hat.

Klaus-Dahmann-Kopie in Deutsche investieren selten nachhaltig

Klaus Dahmann: “Wir sollten als Fondsbranche weiter daran arbeiten, durch die Betonung von ESG-Aspekten unsere Verantwortung für eine nachhaltige Kapitalanlage zu dokumentieren.”

Lediglich für eine Minderheit der deutschen privaten Investoren sind Umwelt, Soziales und nachhaltige Unternehmensführung wesentliche Anlageziele. Das ist eines der Ergebnisse der Global Investment Pulse Survey im Auftrag von Legg Mason.

Die zentralen Ziele nachhaltiger Anlagen werden oft mit ESG abgekürzt, was für “Environment, Social, Governance” steht. Nur 14 Prozent der befragten Deutschen haben laut Legg Mason diese Aspekte als wichtige Anlageziele genannt. Das Ergebnis entspreche dem Durchschnitt, befragt wurden Anleger aus sieben Ländern.

Diskrepanz zwischen Anlagephilosophie und Lebensstil

Klaus Dahmann, Niederlassungsleiter und Country Head Germany and Austria bei Legg Mason, sieht eine Diskrepanz beim Umgang mit den Themen Ethik und Umwelt: “In vielen Lebensbereichen haben gerade die Deutschen ein großes Bewusstsein für ethische Themen entwickelt. Das zeigt sich beispielsweise bei der Ernährung und bei der Wahl der Energieversorgung.”

“Aber bei der privaten Geldanlage spielt dieser Aspekt bisher nur eine untergeordnete Rolle. Institutionelle Investoren und Vermögensverwalter verfolgen dieses Thema hingegen deutlich stärker, um ihre gesellschaftliche Verantwortung zu dokumentieren. Wir sollten als Fondsbranche weiter daran arbeiten, durch die Betonung von ESG-Aspekten unsere Verantwortung für eine nachhaltige Kapitalanlage zu dokumentieren”, fordert Dahmann.

Trumps Politik verunsichert

Sorgen bereiten Anlegern der Umfrage zufolge politische Spannungen und die Lage an den Kapitalmärkten. 40 Prozent gaben an, dass die weltweite politische Instabilität ihnen Sorgen mache, 39 Prozent nannten explizit die Politik der Trump-Administration.

44 Prozent der deutschen Befragten gaben niedrige Zinsen als weiteres Problem an. Dahinter vermutet Legg Mason die “festverwurzelte Risikoaversion der Bundesbürger”. In einer vorausgegangen Studie vom Januar, hätten sich 78 Prozent der deutschen Anleger als konservativ bezeichnet, der internationale Durchschnitt liege bei 72 Prozent.

Der Immobilienboom und die damit einhergehenden steigenden Preise für Wohnimmobilien und die Wohnraum-Knappheit in Metropolen seien nur für 17 Prozent der deutschen Befragten ein kritisches Thema. Deutschland ist mit einer Wohneigentumsquote von 46 Prozent in der EU nach wie vor auf dem letzten Platz.(kl)

Foto: Ed Robinson/OneRedEye

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

bAV: BRSG bringt 2019 Schwung in die Sache

Nahezu jedes zweite befragte Unternehmen (47 Prozent) plant im Zusammenhang mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG), seine betriebliche Altersversorgung (bAV) auszubauen oder anzupassen. Dies zeigt eine Umfrage von Willis Towers Watson unter knapp 50 Unternehmen.

mehr ...

Immobilien

IVD-Präsident: Wohnungspolitik gegen den Strich denken

In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden in Deutschland insgesamt 289.716 Wohnungen zum Bau genehmigt, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilt. Das sind 1,2 Prozent oder 3.450 Genehmigungen mehr als im Vorjahreszeitraum.

mehr ...

Investmentfonds

Jens Ehrhardt über Fed-Politik: “Das wäre Mord”

Der Verlauf der Börsenkurse in 2019 liegt vor allem in der Hand der Federal Reserve unter Jerome Powell. Davon überzeugt ist Dr. Jens Ehrhardt, Vorstandsvorsitzender der DJE Kapital AG. Gestern lud der Vermögensverwalter zu seinem Jahresausblick nach Frankfurt.

mehr ...

Berater

Deutsche Bank und Commerzbank: Forciert Bund die Fusion?

Die Bundesregierung intensiviert Kreisen zufolge ihre Bemühungen, einer Fusion zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank den Weg zu ebnen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

mehr ...

Sachwertanlagen

HEP bringt Solarfonds mit internationalem Fokus

Die HEP Kapitalverwaltung AG aus Güglingen (bei Heilbronn) hat den Vertrieb des neuen Alternativen Investment Fonds (AIF) „HEP – Solar Portfolio 1 GmbH & Co. geschlossene Investment KG“ gestartet.

mehr ...

Recht

Betriebliche Hinterbliebenenrente darf gekürzt werden

Sieht eine Versorgungsregelung vor, dass die Hinterbliebenenversorgung eines jüngeren hinterbliebenen Ehepartners für jedes volle über zehn Jahre hinausgehende Jahr des Altersunterschieds der Ehegatten um fünf Prozent gekürzt wird, liegt darin keine gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßende Diskriminierung wegen des Alters. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) jetzt entschieden (3 AZR 400/17).

mehr ...