Performance steckt in der Pipeline

Seit der Trendwende im letzten Jahr und nach der kurzen Schwäche als Reaktion auf die Pläne Donald Trumps sind die Bewertungen von Biotechnologieaktien wieder auf ein recht ordentliches Niveau gestiegen. Gestützt werden sie unter anderem durch Fusionen und Übernahmen, die unverändert stattfinden. Weil sich die Unternehmen aus diesem Sektor sehr unterschiedlich entwickeln, kommt es auf die Auswahl von Einzeltiteln an. Und weil Innovationen hier so wichtig sind, sind Fachkenntnisse über die klinischen Prozesse nötig. So lässt sich beurteilen, wie erfolgversprechend die Produkte sind, die sich in der Pipeline eines Unternehmens befinden. Deshalb gehören unserem Investmentteam auch zwei Wissenschaftler an, die die vielen Informationen zu Forschungen und Entwicklungen im Biotechnologiesektor verfolgen und analysieren.

Large und Small Caps gleichermaßen bevorzugt

Bei Anlagen in diesen Sektor ist zu beachten, dass er sehr volatil ist. Deshalb ist Diversifikation besonders wichtig – von der Festlegung des Anlageuniversums bis zur Portfoliokonstruktion. Das Anlageuniversum ist sehr groß und umfasst alle Therapieformen. Wir konzentrieren uns auf Unternehmen mit klinischen Innovationen, die unabhängig von der Erkrankung Behandlungsmethoden revolutionieren. Für das Portfolio kommen nur Unternehmen mit mindestens 100 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung in Frage. Bei der Einzeltitelauswahl gehen wir sehr selektiv vor. Uns interessieren zwei Arten von Unternehmen: Large Caps, die für eine gewisse Stabilität sorgen, und kleinere Unternehmen, die noch am Anfang stehen, aber viel Potenzial haben, als mögliche Performancetreiber. Bislang war dieser Ansatz (mit einem Anlagehorizont von drei bis fünf Jahren) sehr erfolgreich und hat regelmässig Mehrertrag gegenüber dem Biotechnologie-Index erzielt.

Rudi Van den Eynde arbeitet als Head of Thematic Global Equity bei der Candriam Investors Group.

Foto: Candriam

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