31. August 2017, 08:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Portfolios erst nach der Bundestagswahl überprüfen

Das mögliche Farbspiel einer neuen Bundesregierung wird kurz vor der Bundestagswahl 2017 immer heftiger diskutiert. Es mag reizvoll erscheinen, mögliche Wahlausgänge schon vorher im Portfolio zu berücksichtigen. Eine schlechte Lösung meint Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland (FPSB).

Kanzleramt in Portfolios erst nach der Bundestagswahl überprüfen

Das Rennen um das Kanzleramt ist eröffnet. Wer immer dort nach dem 24. September sitzt, wird das Geschehen an den Finanzmärkten zumindest in Deutschland maßgeblich beeinflussen.

“Zum einen ist der Ausgang solcher Wahlen kaum seriös zu prognostizieren und zum anderen reagieren Börsen, wenn überhaupt, nur kurzfristig.” Anleger sollten ihr Portfolio stattdessen besser langfristig ausrichten, am besten mit professioneller Unterstützung durch unabhängige Finanzplaner, wie den vom FPSB zertifizierten CFP-Zertifikatsträgern. “Und politische Ereignisse wie Wahlen im besten Fall als Anlass nehmen, um die strategische Ausrichtung zu überprüfen”, rät Tilmes.

Viele folgenschwere politische Entscheidungen 

Ohne Zweifel hat die Politik die Finanzmärkte in den vergangenen rund eineinhalb Jahren auf Trab gehalten. Schließlich gab es eine ganze Reihe folgenschwerer Entscheidungen: das Brexit-Votum, die Wahl des neuen US-Präsidenten sowie die Wahlen in den Niederlanden und Frankreich. Und bei jeder dieser Entscheidungen wurde im Vorfeld viel über den potenziellen Ausgang und die möglichen Folgen spekuliert.

Großwetterlage der Kapitalmärkte könnte sich ändern

Das gilt auch für die anstehende Bundestagswahl. “Wenn wir künftig eine Rot-Rot-Grüne Regierung oder eine AfD-Beteiligung haben sollten, dann wird die wirtschaftliche Zukunft anders ausschauen, als wenn es zu einer erneuten Großen Koalition kommt”, sagt Tilmes. Das bestätigt ein Blick in die Wahlprogramme der Parteien. So will die CDU/CSU die Einkommensteuer generell senken und eine Finanztransaktionssteuer einführen, während die SPD nur kleine und mittlere Einkommen entlasten, Großverdiener stärker belasten und die Mietpreisbremse verschärfen will.

Ebenfalls eine Senkung der Abgabenlast haben sich die Grünen auf die Fahnen geschrieben, während die Linke nach eigener Aussage für Alternativen zum Kapitalismus kämpft und die Finanzmärkte beschränken will. Die AfD dagegen ist für die Aufhebung von Klimaschutzabkommen und tritt für den Austritt aus der Währungsunion ein, während die FDP für mehr Eigenverantwortung und Liberalisierung steht.
Seite zwei: Wahl-Prognosen mit Vorsicht genießen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Finanzbildung in der Schule: Note mangelhaft

Die Finanzbildung in Deutschlands Schulen bekommt die Note 5, mangelhaft. Zu wenig und das von schlechter Qualität. Hinzu kommt dann auch noch ein zu geringes Interesse auf Seiten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) und des Meinungsforschungsinstitut Insa.

mehr ...

Immobilien

Straßenausbau: Verband fordert Abschaffung der Beiträge

Der Eigentümerverband Haus & Grund hat die vollständige Abschaffung der sogenannten Straßenausbaubeiträge gefordert. Dass nur anliegende Grundstückseigentümer zahlen müssen sei nicht nachvollziehbar, sagte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke in Berlin.

mehr ...

Investmentfonds

Biotechnologie: “Ungebremste Innovationskraft”

Welches sind die größten Risiken bei einer Investition in Biotechnologie und was sollten Anleger beachten? Darüber hat Cash. mit Dr. Ivo Staijen, CFA gesprochen, Manager des HBM Global Biotechnology Fund.

mehr ...

Berater

BVK macht weiter Front gegen Provisionsdeckel

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hat angekündigt, weiter gegen den Provisionsdeckel kämpfen zu wollen. Den Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Deckelung der Abschlussprovisionen von Lebensversicherungen auf 2,5 Prozent der Bruttobeitragssumme sehe man “verfassungsrechtlich weiterhin kritisch”.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Eines der besten Quartale unserer Unternehmenshistorie”

Solvium Capital hat die Vermögensanlage Wechselkoffer Euro Select 5 vorzeitig geschlossen und auch das Angebot Wechselkoffer Euro Select 6 steht kurz vor Schließung. Das Nachfolgeangebot und ein weiteres Konzept sollen in den nächsten Wochen folgen.

mehr ...

Recht

High on wheels – Cannabis am Steuer

Der 20. April oder “420 Day” ist  für Cannabis-Fans ein Pflichttermin: Denn 420, 4:20 oder 4/20 (engl.: four-twenty) ist in den USA ein Codewort für den Konsum von Haschisch und Marihuana. Hierzulande können Kranke auf Kassenkosten Cannabis als Medizin erhalten und müssen nicht mit Sanktionen rechnen – wenn sie sich an die Vorgaben des Arztes halten und fahrtüchtig sind. Anders sieht es aus, wer zum privaten Vergnügen kifft.

mehr ...