Anzeige
19. Januar 2017, 10:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Zeitenwende in der Anlageberatung in Deutschland”

Die Berliner Quirin Privatbank sieht durch die im kommenden Jahr in Kraft tretende EU-Richtlinie Mifid II eine neue Ära in der Bankberatung anbrechen.

Honorarberatung-Schmidt-Quirin-Bank in Zeitenwende in der Anlageberatung in Deutschland

Karl Matthäus Schmidt: “Rund ein Drittel der Erlöse von Großbanken wird schon 2018 nicht mehr mit den Mifid-II-Vorschriften vereinbar sein.”

Eine Kurskorrektur der Commerzbank und eine neu anzuwendende EU-Richtlinie forcieren den Umstieg auf eine von Provisionen unabhängige Bankberatung in Deutschland, so die Bank. “Die Commerzbank hält Provisionen von Fondsfirmen, die ihre Kunden zuvor als Ausgabeaufschlag beim Fondskauf zahlen müssen, für nicht mehr zeitgemäß und will darauf teilweise verzichten. Das ist ein wichtiges Signal für eine Zeitenwende bei der Anlageberatung hierzulande”, erklärt Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank. “Auch andere Bankhäuser werden ihre Strategie jetzt überdenken.”

Ablehnung von Provisionszahlungen

Die Quirin Privatbank lehnt seit ihrem Start vor zehn Jahren jegliche Provisionszahlungen strikt ab, um ihren Kunden eine unabhängige Anlageberatung zu garantieren. Dieses Konzept, das im Ausland schon deutlich verbreiteter ist, wird durch eine neue EU-Regelung nun auch in Deutschland an Bedeutung gewinnen, ist Schmidt überzeugt. Denn ab 3. Januar 2018 gelte die EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II. Sie bestimmt, dass den Kunden bei einer Anlageberatung vor dem Kauf alle Kosten und Gebühren offengelegt werden müssen. “Das wird vielen endgültig vor Augen führen, welche Provisionszahlungen Banken beziehen”, so Karl Matthäus Schmidt.

“Rund ein Drittel der Erlöse von Großbanken wird schon ab 2018 nicht mehr mit den Mifid-II-Vorschriften vereinbar sein”, so Schmidt weiter. Allerdings führe der Verzicht auf Fonds-Provisionen allein noch nicht automatisch zu einer besseren Beratung: “Unabhängige Anlageberatung setzt voraus, dass Bankberater nicht nur Produkte aus dem eigenen Haus oder von wenigen Kooperationspartnern verkaufen, sondern über ein sehr breites Produktspektrum beraten können. Das aber ist heute oft noch nicht der Fall”, so Schmidt.

ETFs schlagen Fonds-Performance

Nehmen Banken Provisionen von Fonds an, geht letztlich auch der Blick auf die Überlegenheit sogenannter ETFs gegenüber klassischen Fondsangeboten verloren. “Wissenschaftlich bewiesen ist, dass aktiv gemanagte Fonds dauerhaft keine bessere Wertentwicklung als Gesamtmärkte wie etwa der Dax haben”, weiß Professor Dr. Stefan May, Kapitalmarktforscher und Leiter Anlagemanagement der Quirin Privatbank. “Wenn Anleger daher ETFs kaufen, die etwa alle Aktien der Unternehmen im Dax besitzen, können sie besser fahren als mit Fonds, deren Management Gebühren für seine Aktienauswahl verlangt”, so Professor May. In der Vermögensverwaltung für Kunden der Quirin Privatbank bilden ETFs deshalb eine zentrale Größe. (fm)

Foto: Quirin Privatbank

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Reform der Betriebsrente – VV-Fonds – Crowdinvesting – Maklerpools

Ab dem 23. November im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Generali: Dialog übernimmt auch das Sachgeschäft

Die Generali will sich im Maklermarkt neu aufstellen. Die Marke Generali arbeite künftig exklusiv mit dem langjährigen Vertriebspartner DVAG zusammen, die Cosmos Direkt sei weiterhin im Direkt- und Digital-Vertrieb tätig und die Dialog konzentriere sich auf den Maklermarkt, teilte das Unternehmen mit.

mehr ...

Immobilien

Wohneigentum: IVD fordert Eigentumsförderung

Die Sondierungsgespräche zwischen Union, FDP und Grünen befinden sich derzeit auf der Zielgeraden, doch besonders bei der Wohnungspolitik bestehen noch Meinungsverschiedenheiten. Darunter könnte auch die im Wahlkampf versprochene Eigentumsförderung leiden.

mehr ...

Investmentfonds

Hans-Werner Sinn: “Es kriselt überall in Europa”

Hans-Werner Sinn, ehemaliger Präsident des Ifo-Instituts warnte davor, dass sich die europäische Währungsunion in eine Transferunion verwandelt. Sinn war als Gastredner auf der 30. Feri-Tagung in Frankfurt eingeladen. Eines der Schwerpunktthemen der Veranstaltung war die Zukunft der Währungsunion.

mehr ...

Berater

DSGV-Präsident Fahrenschon tritt zurück

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, legt sein Amt im Einvernehmen zum 24. November 2017 nieder. Das teilt der DSGV mit. Die Amtsgeschäfte werden demnach übergangsweise vom Ersten Vizepräsidenten und Geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern übernommen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Marenave: Neuer Aufsichtsrat feuert den Vorstand

Der neu formierte Aufsichtsrat der Marenave Schiffahrts AG hat die Bestellung des bisherigen Alleinvorstands Ole Daus-Petersen mit sofortiger Wirkung widerrufen.

mehr ...

Recht

BGH: Riester-Verträge mit staatlicher Förderung nicht pfändbar

Verträge für die Riester-Rente sind nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) nicht pfändbar, wenn sie staatlich gefördert wurden. Entscheidend sei, dass die Ansprüche nicht übertragbar sind, begründete der für Insolvenzrecht zuständige IX. Senat in Karlsruhe einen entsprechenden Beschluss.

mehr ...