Diese Entwicklungen bedrohen die Aktienmärkte Europas

Die Brexit-Verhandlungen verlaufen weiterhin schleppend und die Gefahr eines „No Deal“ bleibt hoch. Beide Seiten, so scheint es, spielen mit dem Hard-Brexit-Szenario, um die Gegenseite zu mehr Zugeständnissen zu bewegen. Die Gefahr hierbei ist jedoch, dass man sich verspekuliert und ein unkontrollierter EU-Austritt tatsächlich Realität wird, mit unangenehmen Folgen für alle Beteiligten.

Obwohl die italienische Regierung zuletzt die Absicht bekundet hat, sich bei der Planung des Staatshaushalts für 2019 an die EU-Verschuldungsregeln zu halten, kann vorerst keine Entwarnung gegeben werden. Denn spieltheoretisch betrachtet haben die regierenden Populisten durchaus einen Anreiz, eine Eurokrise bewusst zu provozieren, um anschließend einen Italexit als alternativlos zu verkaufen.

Negativer Ausblick für europäische Märkte

In diesem Szenario hätten die Populisten ihr eigentliches Ziel erreicht und könnten die Schuld bei den „bösen“ Finanzmärkten und bei der „ungerechten“ EU abladen. Somit bleibt abzuwarten, wie ernst die bekundeten Absichten aus Italien wirklich sind.

Insgesamt bleibt der Ausblick für die europäischen Finanzmärkte wegen den zahlreichen Negativfaktoren belastet. Investoren sollten darauf mit einer selektiveren Asset Allokation reagieren.

Dr. Eduard Baitinger ist seit 2015 Head of Asset Allocation in der Feri Gruppe. Er verantwortet den Bereich quantitative Asset Allocation der Feri Trust, wo er auch zahlreiche Forschungsprojekte steuert und koordiniert. 

Foto: Shutterstock

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