Krisen sind gute Nachrichten für Goldanleger

Die Krise in der Türkei erinnert daran, wie fragil die Finanzmärkte sind. Das gilt nicht nur für hochverschuldete Schwellenländer wie die Türkei. Wenn die Notenbanken ihre expansive Geldpolitik wieder straffen, werden die Schwächen offensichtlicher. Warum der Goldpreis bald wieder steigt:

Gold gilt als Kriseninvestment, dessen Preis steigt, wenn die Börsenkurse fallen.

Die Türkeikrise gefährdet weder die US-Wirtschaft noch das globale Finanzsystem. Davon geht Joe Foster aus, Portfoliomanager und Stratege für die Gold-Fonds von Van Eck. Somit habe die Türkeikrise den Goldpreis nicht beeinflusst, denn der starke US-Dollar habe eine gegenteilige Wirkung gehabt.

Krise durch Trumps Tweets

„Wir glauben jedoch, dass die türkische Krise symptomatisch für einen größeren Trend ist, der Gold letztendlich zugutekommen wird“, sagt Foster. „Nach Jahren der monetären Misswirtschaft und Überschuldung durch niedrige Zinsen und reichlich Liquidität ist die Türkei vermutlich nur der erste Dominostein, der kippt.“

Zwei Tweets hätten gereicht, um zu zeigen, wie fragil das türkische Finanzsystem ist: „Donald Trump kündigte an, die Stahl- und Aluminiumzölle erhöhen und Sanktionen gegen zwei Beamte zu verhängen, und löste damit eine Krise aus“, sagt Foster und verweist auf das Wall Street Journals.

Die Türkei habe eines der größten Handelsdefizite unter den Schwellenländern, eine hohe Inflation sowie hohe Kredite in US-Dollar und Euro. Die Schwäche der türkischen Lira erschwere die Rückzahlung von Schulden in Höhe von 330 Milliarden US-Dollar von Banken und Unternehmen. Darüber hinaus habe die türkische Regierung hat auch Fremdwährungsanleihen in Höhe von elf Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausgegeben.

Seite zwei: Zentralbanken gefährden Stabilität

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