13. August 2018, 20:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Lira-Krise nicht überdramatisieren”

Die Krise in der Türkei sollte uns nicht zu stark beunruhigen, denn sie sei keine große Gefahr für den Euroraum. Diese Meinung vertrat Joachim Wuermeling, Vorstandsmitglied der Bundesbank in einem Interview gegenüber Bloomberg. Auch sei die Türkei in der Lage, eine Eskalation der Krise zu stoppen.

Wuermeling Joachim 04 in Lira-Krise nicht überdramatisieren

Bundesbank-Vorstandsmitglied Joachim Wuermeling warnte in einem Interview am Montag davor, die Krise der türkischen Lira zu dramatisieren.

Bundesbank-Vorstandsmitglied Joachim Wuermeling sieht keine große Gefahr durch die Lira-Krise für den Euroraum. Das Risiko eines Ansteckungseffekts durch die Probleme in der Türkei sollten nicht “überdramatisiert” werden, sagte er in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Der politische Konfrontationskurs zwischen den USA und der Türkei hat zuletzt den Wert der türkischen Landeswährung Lira zum Absturz gebracht. Dies hat nicht nur die Aktienkurse in der Türkei , sondern auch in anderen europäischen Ländern unter Druck gebracht.

Chancen für Türkei

Besonders betroffen ist die Bankenbranche, weil einige Finanzinstitute stark in der Türkei engagiert sind. Die europäischen Aufseher hätten die Möglichkeit, von den Banken einen höheren Eigenkapitalpuffer für türkische Vermögenswerte zu verlangen, sagte Wuermeling.

Für die Türkei sieht der Bundesbanker noch Chancen, eine weitere Eskalation der Krise zu verhindern. “Ich denke schon, dass man mit entsprechenden Signalen diese Abwärtsentwicklung stoppen kann”, sagte Wuermeling. Die türkischen Institutionen müssten “das Vertrauen ihrer Schuldner zurückzugewinnen, damit diese ihr Geld nicht abziehen.” (dpa-AFX)

Foto: Deutsche Bundesbank

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Keine Versicherung trotz Ferrari: Verfolgungsjagd auf A9

Wenn das Auto schon 250.000 Euro kostet, bleibt für alles andere wohl nicht mehr viel übrig. So war es zumindest für einen 65-jährigen Sportwagenfahrer der Sonntagnacht nahe Bayreuth gestoppt wurde.

mehr ...

Immobilien

Patrizia: Deutliches Gewinnplus für Immobilieninvestor

Der Immobilieninvestor Patrizia hat im vergangenen Jahr von seinen jüngsten Zukäufen profitiert. Dabei stiegen die Gebühreneinnahmen vor allem für die Verwaltung viel kräftiger als die Kosten.

mehr ...

Investmentfonds

ESG-Kriterien bringen Unternehmen der Schwellenländer nach vorne

Auch wenn die Schwellenländer durch politische Turbulenzen, wie den Handelsstreit zwischen USA und China, auf erhebliche Veränderungen reagieren müssen, könnten die “Environmental Social Gouvernance”-Kriterien sich positiv auf die Aktien genau dieser Länder auswirken.

mehr ...

Berater

Airline-Pleite: Flybmi ist nicht Flybe

Vor allem wegen des Brexits hat die britische Regional-Fluggesellschaft Flybmi am Wochenende Insolvenz angemeldet. Mit einer ähnlich klingenden Airline, die Mieterin mehrerer deutscher Fonds-Flugzeuge ist, hat sie jedoch nichts zu tun.

mehr ...

Sachwertanlagen

A380-Aus: Hochkonjunktur für Besserwisser

Das Ende der Produktion neuer Flugzeuge des Typs Airbus A380 bedeutet nicht automatisch Verluste für Fonds, die solche Maschinen finanziert haben. Eine schlechte Nachricht ist es trotzdem. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

BGH: Dürfen Feriengäste ins Haus?

In manchen Gegenden lässt sich an Feriengästen gut Geld verdienen – aber darf ich überhaupt an Urlauber vermieten? Unter Wohnungseigentümern in Papenburg im Emsland hat sich darüber ein Streit entzündet, der am Freitag den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe erreicht. 

mehr ...