19. Januar 2018, 10:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Islamkonforme Bankgeschäfte wachsen auch in Deutschland

Die Nachfrage nach islamkonformen Bankgeschäften wächst. Die KT Bank, eine hundertprozentige Tochter der Kuveyt Türk Beteiligungsbank in Istanbul, hat nach eigenen Angaben rund 10.000 Kunden, damit sei das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft.

Kt-bank-berlin-islam-shutterstock 531487978 in Islamkonforme Bankgeschäfte wachsen auch in Deutschland

Filiale der KT Bank in Berlin.

Islamkonforme Bankgeschäfte haben nach Einschätzung aus der Finanzbranche auch in Deutschland gute Wachstumschancen. Die KT Bank AG, eine hundertprozentige Tochter der Kuveyt Türk Beteiligungsbank in Istanbul und nach eigenen Angaben einziges Geldhaus für Finanzgeschäfte nach Islamregeln in der Eurozone, meldete zweieinhalb Jahre nach dem Start in Deutschland eine anhaltend hohe Nachfrage.

Potenzial noch nicht ausgeschöpft

“Wir sind voll auf Kurs und haben unsere Ziele auch 2017 erreicht”, sagte Sprecher Ferhat Aslanoglu der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Dort eröffnete die Bank nach Frankfurt, Mannheim und Berlin nun eine neue Filiale. Die Kundenzahl nähere sich bundesweit der 10.000er-Marke.

In Deutschland leben fünf Millionen Muslime, davon 1,5 Millionen in Nordrhein-Westfalen, wo auch die größte türkischstämmige Community zu Hause ist. Finanzexperte Philipp Wackerbeck, Partner der Beratungsgesellschaft “Strategy&”, geht von einem Potenzial von bis zu 300.000 Kunden für Islam-Banking aus, das nicht annähernd ausgeschöpft sei.

Schnittmengen mit Ethikbanken

Nach Regeln des islamischen Rechts (Scharia) sind Zinsen verboten, ebenso Investitionen in – aus Sicht des Islam – unethische Bereiche wie Tabak-, Schweinefleisch- oder Waffenindustrie. Ein Ethikrat prüft, ob alle Produkte und Verträge konform mit der Scharia sind.

Die KT Bank sieht Schnittmengen mit Ethikbanken wie der GLS Bank oder der Umweltbank und hofft auf Zuwächse auch bei nicht-muslimischen Kunden. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Riester-Rente: IVFP empfiehlt dringende Optimierung

Die Neuabschlüsse bei der Riester-Rente sinken schon seit Jahren beständig. Professor Michael Hauer, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) empfiehlt daher “dringend Riester zu optimieren – es wird höchste Zeit.”

mehr ...

Immobilien

Spezialfonds von Real I.S investiert in Frankfurt

Der Asset Manager Real I.S. hat das Büroensemble “Upper Westend Carree” in der Frankfurter Innenstadt für den Spezial-AIF “BGV VII Europa” erworben. Das Objekt umfasst rund 7.000 Quadratmeter Bürofläche und ist vollvermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Handelsstreit: EU reagiert mit Gegenzöllen

Die Europäische Union (EU) und US-Präsident Donald Trump konnten sich nicht einigen. Nachdem die USA beschlossen haben, ab Juli Zölle auf Aluminium und Stahl zu erheben, reagiert die EU mit Zöllen auf Produkte wie Whiskey und Erdnussbutter. Das bedeutet, dass beide Seiten verlieren.

mehr ...

Berater

Unerlaubte Geschäfte: Fünf neue BaFin-Bescheide

Die Finanzaufsicht BaFin hat fünf Unternehmen wegen fehlender Erlaubnisse die Geschäftstätigkeit untersagt, darunter eine Lügen-Firma und eine Gesellschaft, die “Deutscher Fondsanlegerschutz” in ihrem Namen trägt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Warnung vor Forderungsausfällen bei zwei UDI-Emissionen

Zwei Emittenten von Vermögensanlagen der Nürnberger UDI warnen in Pflichtmitteilungen vor dem möglichen Ausfall von Forderungen und entsprechenden Folgen für die Anleger. Der Grund ist in beiden Fällen der gleiche.

mehr ...

Recht

Steuerdeals bei Immobilienkäufen werden eingedämmt

Umstrittene Geschäfte, mit denen Unternehmen bei Immobilienkäufen hohe Steuerzahlungen umgehen können, sollen in Deutschland etwas eingedämmt werden. Das teilte Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) am Donnerstag mit.

mehr ...