10. Juli 2018, 08:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kryptowährungen auf dem Weg zum Hauptzahlungsmittel?

Kryptowährungen könnten im nächsten Jahrzehnt zu einem der Hauptzahlungsmittel werden. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Imperial College Londons im Auftrag der Tradingplattform Etoro. Doch bis es so weit ist, müssen Kryptowährungen noch mindestens sechs Probleme lösen.

Krypto-bitcoin-litecoin-ripple-ethereum-shutterstock 1076473562 in Kryptowährungen auf dem Weg zum Hauptzahlungsmittel?

Kryptowährungen bewahrt man in seiner virtuellen Geldbörse auf. Hier dargestellt sind vier der größten Währungen Bitcoin, Ether (Ethereum), Litecoin und XRP (Ripple).

Kryptowährungen haben das Potenzial, innerhalb des nächsten Jahrzehnts zu einem Hauptzahlungsmittel zu werden. Das geht aus einem Whitepaper hervor, das Etoro, ein Netzwerk für Social Trading und Investing, gemeinsam mit dem Imperial College London veröffentlicht hat.

Geld: Geschichte der Evolution

Die von Etoro in Auftrag gegebene Analyse trägt den Titel “Cryptocurrencies: Overcoming Barriers to Trust and Adoption” (deutsch: “Kryptowährungen: Vertrauens- und Akzeptanzbarrieren überwinden”)

Voraussetzung dafür, dass sich Kryptowährungen durchsetzen, sei allerdings dass sie Fortschritte in den drei Kernfunktionen des Geldes machen: als Tausch- und Zahlungsmittel, als Recheneinheit und als Wertaufbewahrungsmittel. Kryptowährungen stehen vor sechs Herausforderungen.

“Viele Menschen haben sich an Geld als ein stabiles, fest verankertes Konzept gewöhnt – obwohl das Gegenteil der Fall ist. Die Geschichte des Geldes ist eine Geschichte der Evolution, in der neue Technologien alte ersetzen, um den Werttransfer von einer Person zur anderen zu verbessern. Auf dieser Reise sind Kryptowährungen ein nächster Schritt”, sagt Iqbal Gandham, UK Managing Director von Etoro.

“Die erste Bitcoin-Transaktion fand vor etwas mehr als acht Jahren statt und jetzt sehen wir, dass Bitcoin teilweise den Anforderungen an gewöhnliches Geld entspricht. Angesichts der schnellen Akzeptanz sind wir der Auffassung, dass Bitcoin und weitere Kryptowährungen innerhalb des nächsten Jahrzehnts zu einem Hauptzahlungsmittel werden könnten.”

Was Kryptowährungen zum Durchbruch verhelfen kann

Schon jetzt würden Kryptowährungen zur Wertaufbewahrung genutzt, eine der drei grundlegenden Rollen traditionellen Geldes. Prof. William Knottenbelt vom Imperial College London und Dr. Zeynep Gurguc von der Imperial College Business School: “Zum Durchbruch verhelfen könnte den Kryptowährungen die Frage nach grenzüberschreitenden Zahlungen”, so Gandham.

“Häufig sind diese immer noch schwierig und teuer. Kryptowährungen hingegen sind grenzüberschreitend konzipiert, sodass sich Vermögen einfacher übertragen lässt. Die Chance, dass wir hier einen führenden Anwendungsfall erleben, ist sehr hoch.”

Sechs Herausforderungen

Das Imperial College und eToro sehen sechs Herausforderungen, denen Kryptowährungen begegnen müssen, um zu einem Hauptzahlungsmittel zu werden:

Seite zwei: Kryptowährungen sind natürlicher nächster Schritt in der Entwicklung des Geldes

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DIA: Rentenkommission steht mit leeren Händen da

„Aufgabe nicht erfüllt. Dieses knappe Fazit müsste die Rentenkommission heute bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse ziehen, wenn sie ehrlich wäre“, erklärte Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

mehr ...

Immobilien

Wichtige Schutzmaßnahmen für Kleinvermieter und kleine Immobilienunternehmen fehlen noch

„Die Kündigungsschutzmaßnahmen für Mieter sind wichtig und richtig. Gleichwohl darf die Rettung der Mieter nicht bei den Vermietern abgeladen werden. Der Kleinvermieterschutz kommt derzeit zu kurz. Private Kleinvermieter dürfen nicht zu den großen Verlierern der Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise werden.“ Das sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD, heute nach der Verabschiedung des umfangreichen Corona-Hilfspakets im Bundesrat.

mehr ...

Investmentfonds

Ein goldenes Jahrzehnt für Gold

Viel wurde in den letzten Monaten über die goldenen Zwanziger Jahre geschrieben. In den Börsenzeitungen und Anlegermagazinen überschlugen sich die Vergleiche zur Situation von heute und den 1920er Jahren. Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

AfW bietet Übersicht zu Corona-Fördermitteln

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Hilfspaket für Unternehmer zusammengestellt, um die Folgen der Coronakrise zumindest abzumildern. Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung gibt nun allen Vermittlern eine Übersicht über mögliche Fördermöglichkeiten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Holland-Fonds mit Gesamtüberschuss

Die Lloyd Fonds Gruppe hat im März 2020 ein Fondsobjekt in Utrecht an einen französischen institutionellen Investor verkauft. Das teilt das Unternehmen anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts 2019 mit. Die BaFin erteilte zudem eine weitere KWG-Zulassung. Die Hauptversammlung wird wegen Corona verschoben.

mehr ...

Recht

EuGH: Widerrufsrecht im Darlehensvertrag muss klar formuliert sein

Darlehensverträge müssen klare und für Verbraucher verständliche Hinweise auf den Beginn von Widerspruchsfristen enthalten. Dies hat der Europäische Gerichtshof am Donnerstag zu einem Fall aus Deutschland klargestellt (Rechtssache C-66/19).

mehr ...