12. Oktober 2018, 08:09
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Sieben Anlagestrategien für den Spätzyklus

Die USA erleben ihre zweitlängste wirtschaftliche Expansion, die bereits zehn Jahre andauert. Und auch wenn derzeit kein Ende in Sicht ist, stellt sich die Frage, wie lange dieser noch anhalten wird. Laut Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, spricht vieles dafür, dass sich die US-Konjunktur im Spätzyklus befindet. Er nennt sieben Strategien, mit denen Anleger ihre Portfolios defensiver Ausrichten können.

Sieben Anlagestrategien für den Spätzyklus

Der Beginn der nächsten Rezession ist laut Experten nicht auf ein genaues Datum festzulegen.

Laut Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, spricht vieles dafür, dass sich die US-Konjunktur im Spätzyklus befindet.

“Für Anleger wird die Frage, was zu tun ist wenn der US-Aufschwung endet, mit fortschreitender Dauer der Expansion immer dringlicher. Sie stehen vor dem Dilemma, dass Aktienmärkte in Spätzyklen einerseits durchaus attraktive Renditen zu bieten haben. Andererseits gibt es, sobald der Aufschwung in den USA endet, meist negative und globale Auswirkungen auf die Kapitalmärkte”, führt Galler aus. Wer sein Portfolio bereits jetzt defensiver ausrichten will, sollte laut dem Experten dabei einige Aspekte beachten.

USA: Gegenläufige Signale

So sei der Punkt, an dem sich der Spätzyklus in den USA aktuell befinde, nicht exakt zu bestimmen. “Die US-Arbeitslosenquote ist auf dem niedrigsten Stand seit fast fünfzig Jahren. Das legt nahe, dass sich der Aufschwung seinem Ende nähert.

Dank gestiegener Produktivität und gedämpftem Lohnwachstum sind die Unternehmensgewinne aber noch nicht unter Druck geraten”, erläutert Galler.

Selbst wenn man die Auswirkungen der gesunkenen Körperschaftssteuer nicht berücksichtige, haben die Gewinne der S&P 500-Unternehmen im zweiten Quartal solide zweistellige Zugewinne verzeichnet.

Doch da die US-Notenbank (Fed) die Zinsen allmählich anhebt, werden insbesondere Unternehmen, die sich in den vergangenen Jahren verstärkt verschuldet haben, zunehmend belastet.

Und die höheren Zinsen könnten sich durchaus gerade dann bemerkbar machen, wenn die fiskalpolitischen Anreize allmählich auslaufen.

Seite zwei: Die nächste Rezession dürfte moderater ausfallen

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