Späterer Anstieg der Zinsen möglich

Das EZB-Meeting hat wenig neue Informationen über die künftige Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) ergeben. Die Zinsen wird die Notenbank voraussichtlich Ende 2019 anheben, vielleicht auch später. Kommentar von Andrew Wilson, Goldman Sachs Asset Management 

Andrew Wilson ist CEO für EMEA und Co-Head des Global Fixed Income und Liquidity Solutions Teams bei Goldman Sachs Asset Management.
Andrew Wilson: „Das geringere Deflationsrisiko rechtfertigt eine gewisse Normalisierung der Zinspolitik.“

Nach dem Ausblick im letzten Monat hat das heutige EZB-Meeting wie erwartet nur wenig neue Informationen über die geldpolitischen Aussichten der Zentralbank ergeben.

Wir rechnen nach wie vor mit einem ersten Zinsanstieg Ende 2019, wenngleich auch ein späterer Anstieg möglich erscheint. Darüber hinaus erwarten wir eine zusätzliche Zinserhöhung, um den Leitzins wieder auf null Prozent anzuheben.

Lockere Geldpolitik bleibt wichtig

Danach sehen wir jedoch angesichts unserer gedämpften Inflationsaussichten wenig Bewegung. Das geringere Deflationsrisiko rechtfertigt eine gewisse Normalisierung der Zinspolitik.

Wegen der anhaltend niedrigen Inflation ist unseres Erachtens eine weiterhin lockere Geldpolitik erforderlich. Das fällt dann zweifelsohne in den Aufgabenbereich des Nachfolgers von Mario Draghi ab November nächsten Jahres.

Andrew Wilson ist CEO für EMEA und Co-Head des Global Fixed Income und Liquidity Solutions Teams bei Goldman Sachs Asset Management (GSAM)

Foto: GSAM

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