24. Januar 2019, 05:50
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Die hartnäckigsten Vorurteile gegen aktive Fonds

Aktive Fonds schaffen es selten, langfristig ihren Index zu schlagen und sind zudem noch teurer als Indexfonds (ETFs). Dieses Argument für passives Investieren wurde von zahlreichen Studien bestätigt. Doch so einfach ist es nicht. Welche aktiven Fonds überlegen sind: Gastbeitrag von Thomas Romig, Assenagon Teil 1

 in Die hartnäckigsten Vorurteile gegen aktive Fonds

Thomas Romig: “Es lohnt sich also genauer hinzuschauen. ETFs sind nicht grundsätzlich aktiv gemanagten Strategien überlegen.”

Eines der größten Vorurteile in der Finanzbranche ist, dass Exchange Traded Funds (ETFs) nicht nur deutlich günstiger sind als aktiv gemanagte Investmentfonds, sondern auch langfristig besser performen. Allerdings sollten Anleger lieber nicht nur auf ETFs vertrauen, sondern sowohl auf aktive als auch auf passive Strategien setzen, denn beide Ansätze haben ihre Berechtigung.

Bei ETFs lagern Investoren im Grunde das Portfoliomanagement an die jeweiligen Indexanbieter wie Dow Jones Stoxx (EuroStoxx 50) oder die Deutsche Börse (Dax 30) aus. Deren Indizes wiederum unterliegen Regeln. Dazu gehört vor allem die Orientierung an der Marktkapitalisierung, aber auch an der Liquidität.

ETFs decken nicht das gesamte Investmentuniversum ab

Wenn man also damit zufrieden ist, die angebotenen Indexkonzeptionen zu übernehmen, dann ist es legitim, ETFs als Baustein zu verwenden. Speziell für Anleger, die sich nicht für die Wirtschaftsteile der Tageszeitungen oder Fachmagazine interessieren, sind die Produkte von der Stange gut geeignet.

Allerdings decken ETFs nicht die ganze Welt ab. Es gibt viele Assetklassen/Kapitalmarktsegmente und Kategorien, bei denen das Angebot gar nicht oder nur sehr eingeschränkt vorhanden ist.

ETFs nicht unbedingt bedeutend günstiger

Anleger sollten zudem wissen, dass die typisch geringen Kosten bei den klassischen Aktienindizes wie S&P 500, Dax oder EuroStoxx50 zwar gelten, je spezieller oder auch illiquider ein Markt, desto teurer wird es jedoch– auch bei ETFs. Der Kostenunterschied zwischen aktiven und passiven Fonds ist dann nicht mehr ganz so groß und der oft wiederholte Hauptvorteil der ETFs – nämlich die günstigen Kosten – spielt nur noch eine untergeordnete Rolle.

Seite zwei: Was bisherige Studien nicht beachtet haben + Diese aktiven Fonds sind überlegen

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