Aktive Fonds: So vermeiden Sie Mogelpackungen

Doch das sollte sich langfristig auszahlen: Laut der Studie bescheren die wirklich aktiven Manager ihren Anlegern im Untersuchungszeitraum im Schnitt über einen Prozentpunkt mehr an jährlicher Rendite als Indexfonds – nach Kosten. Das macht sich besonders langfristig bemerkbar.

Die wichtigsten Kennzahlen

Wie aber findet man nun einen solchen wirklich aktiven Manager? Es gibt zwei wichtige Kennzahlen: Tracking Error und Active Share. Der Tracking Error misst, wie stark der Fonds in der Vergangenheit von seinem Index abgewichen ist und sollte mindestens drei Prozent betragen.

Das Active Share zeigt den Anteil des Portfolios an, der nicht im Vergleichsindex enthalten ist. Je nach Anlageuniversum kann man bei Werten von mehr als 70 Prozent davon ausgehen, dass der Fondsmanager über ausreichende Freiheiten verfügt und diese auch nutzt.

Aus unserer Sicht sind die Chancen bei einem spezialisierten Fondsanbieter mit nur wenigen Strategien deutlich besser, einen fokussierten und damit aktiven Manager zu finden als etwa bei einem Vollanbieter, der eine Vielzahl von Strategien aus verschiedensten Assetklassen im Angebot hat. Entscheidend für den Erfolg ist eine möglichst hohe Flexibilität, die vom Management auch ausgenutzt wird. So lassen sich Chancen nutzen und Risiken am besten vermeiden.

Thomas Romig ist Head of Multi Asset und Geschäftsführer bei Assenagon Asset Management

Foto: Assenagon

Dies ist der zweite Teil eines Gastbeitrages von Thomas Romig. Details zur Analyse von Assenagon finden Sie hier:

Die hartnäckigsten Vorurteile gegen aktive Fonds

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