11. Juli 2019, 11:00
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Altersvorsorge mit Gold: So könnte es funktionieren

In Zeiten niedriger Zinsen sehnen sich Kunden nach Sicherheit. Ein Weg dazu ist die Anlage in Metallen. Erfahrungswerte bestätigen Anleger in ihrem Interesse am Edelmetall Gold.

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Wer sich erinnert weiß, Griechenland wollte in seiner Finanzkrise mit hohen Steuern an die Ersparnisse seiner Bürger. Für viele Kleinsparer war das fatal, denn der zurückgelegte Betrag war ihre Rente, angespart, um Jahrzehnte davon zu leben. 

Hätten die Griechen damals bereits Gold statt Geld gehortet, wäre ihnen das Drama der Enteignung erspart geblieben. Aus diesem Beispiel haben viele gelernt.

Gold ansparen statt Versicherungsprodukte

In Nullzinszeiten, wenn Versicherungen nicht mehr lohnen, spart der Kunde bei diesem innovativen Modell Gold an. Bei niedrigem Kurs erwerben sie mehr, bei hohem Kurs weniger Gramm. Steigt der Goldpreis, wächst eigentlich der Wert der Anlage, doch der Zugewinn bleibt zunächst unsichtbar, denn die bisher erworbene Grammzahl auf dem Goldbestandsauszug bleibt gleich. Auf diese Weise wächst kontinuierlich ein Goldvermögen heran, unabhängig von Schwankungen der Aktienmärkte oder Inflation.

Über die vergangenen 15 Jahre betrachtet lohnte sich die Performance, obwohl Gold ja keine Dividende ausschüttet: Der Goldpreis glänzte mit einer jährlichen Zuwachsrate. Gründer und Vorstand Herbert Behr sieht im Goldpreisanstieg nur einen nebensächlichen Vorteil.

Viel wichtiger ist ihm die Tatsache, dass die langfristigen Komponenten wie Kaufkrafterhalt, Vermögens- und Inflationsschutz am meisten überzeugen. Der World Gold Council, Vertreter und Lobbyist der Goldbergbau-Industrie mutmaßt sogar, dass sich die Verknappung des Goldes deutlich im Preis niederschlagen wird. Hohe Förderkosten, schwindende Vorkommen und eine steigende Nachfrage beflügeln den Preis. Alles Gründe, um auf Gold statt auf Geld zu setzen.

Wer braucht, der kriegt

Sobald sich nun der Kunde für eine Zusatzvorsorge entscheidet, kehrt sich die Geschichte um: Der Goldbesitzer bestimmt, in welcher Höhe und innerhalb welcher Dauer das Edelmetall als Zusatzvorsorge wieder zu Geld werden soll. Was da ist, kann aufgebraucht werden: Wie viel pro Monat, wie oft, wie lange, bestimmt allein die Höhe des über die Jahre angesparten Goldes.

Der Clou, mit steigenden Goldpreisen erhöhen sich auch die monatlichen Auszahlungen, der ideale Ausgleich für den Kaufkraftverlust. Ohne Steuern, ohne Gebühren, ohne Zusatzkosten. Fast wie ein Sparbuch: Einzahlen wie man will, abheben wie man will. Nur inflationssicher und eben goldgedeckt. Ohne Sperrfristen, ohne Wartefristen. Bei garantiertem Verkauf und Auszahlung sämtlicher Goldvorräte. Und wer es schnell möchte: Einmalzahlung oder Restzahlung geht natürlich auch.

Alterskapital gesichert und legal geparkt

Endkunden erhaltenen damit dieselben Möglichkeiten ihr Alterskapital sicher zu parken, wie Banken und Pensionsfonds sie zunehmend nutzen: Sie alle decken sich derzeit mit Gold ein. Gold ist dabei als attraktive Wertanlage auch auf anderen Ebenen angekommen: Mittlerweile ist es möglich, auch Verträge für vermögenswirksame Leistungen auf Goldbasis abzuschließen.

Um die Vorteile von Gold zu verstehen, lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten und zu betrachten, was Gold nicht ist. Gold ist kein Zahlungsmittel, das irgendjemand annehmen müsste. Gold ist streng genommen noch nicht einmal eine Wertanlage. Steuerlich betrachtet ist es egal, ob Sie Ihr Geld in Oldtimern, Gemälden, Briefmarken oder Gold anlegen. Solche Sammelleidenschaften sind privat und als Summe schwer bezifferbar.

Gold ist anders – und anders sicher

Komplett anders betrachtet das Finanzamt Aktien, Dividenden oder Staatsanleihen, denn die dienen dem Zweck der Gewinnerzielung. Im Gegensatz zu Gold schütten Aktien in guten Zeiten regelmäßige Erträge aus. Der Goldpreis hingegen steigt und fällt nur auf Grundlage externer Ereignisse. Doch gerade in Zeiten von Nullzinsen bietet diese Einordnung Goldsparern enorme Vorteile.

Während Inflation an den Rücklagen nagt und Aktienpakete unsichere Kantonisten sind, interessiert sich das Finanzamt sehr für alle damit verbundenen Transaktionen, neben aller damit verbundenen Bürokratie. Goldverkauf ist hingegen steuerbefreit. Denn Goldverkauf ist ein privates Veräußerungsgeschäft, gleichgestellt mit dem Verkauf eines Gebrauchtwagens von privat an privat. Im Gegensatz zum Gebrauchtwagen wird allerdings mit Gold stets ein angemessener Erlös zu erzielen sein.

 

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Wie richtig und wichtig dieser Artikel ist, zeigt sich jetzt in zeiten von Corona und seinen drohenden Auswirkungen. Das ganze Geldsystem kann und wird vermutlich auch zusammenbrechen. Was ist dann mit “Versicherungsprodukten” mit “Riester und Rüruprenten”? Wohl dem der beizeiten vorgesorgt hat und Edelmetalle pyhsisch vorhält der ist abgesichert.

    Kommentar von Dr. Frank Richter — 24. Juni 2020 @ 16:34

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