Bröning: „It’s the economy, stupid!“

Dieser vom ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton geprägte und provokante Wahlkampfslogan lässt sich hervorragend auf die Welt des Investierens übertragen. Frei übersetzt hieße das: Die Dividende ist ein wesentlicher Teil des Anlageerfolgs und darf nicht unterschätzt werden. Doch leider passiert genau das viel zu oft.

Die Bröning-Kolumne

Tim Bröning: „Langfristig orientierte Anleger fahren mit soliden und gut gemanagten Dividendenfonds sehr gut.“

Ein Großteil der Investoren achtet bei der Aktienanlage ausschließlich auf mögliche Kurssteigerungen. Das ist erst einmal naheliegend. Jedoch sind Kurszuwächse nur ein Teil des Anlageerfolgs.

Der Hintergedanke bei Aktieninvestments ist ja, sich an erfolgreichen Unternehmen, also an Produktivkapital zu beteiligen. Erwirtschaftet das Unternehmen einen Gewinn, steht dem Anleger als Miteigentümer auch ein entsprechender Teil davon zu.

Um zu verdeutlichen, welchen Anteil Dividenden am langfristigen Anlageerfolg haben, lohnt ein Blick auf die Entwicklung des DAX inklusive Dividenden (Performance Index) im Vergleich zum Kurs-DAX, also dem DAX ohne Dividenden.

Dividenden sind deutlich lukrativer

Über einen Zeitraum von zehn Jahren bis Ende Februar 2019 wurden aus einem theoretischen DAX-Investment von 10.000 Euro ohne Dividenden stolze 21.842,10 Euro, ein Plus von 118,4 Prozent.

Im Vergleich zum Ergebnis mit Dividenden, nämlich 29.959,50 Euro (plus 199,6 Prozent) relativiert sich die erste Zahl jedoch erheblich. Anleger konnten durch die ausgeschütteten Gewinne 3,5 Prozent-Punkte pro Jahr mehr verdienen!

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld erscheinen diese 3,5 Prozent-Punkte pro Jahr nahezu unerreichbar, zumindest, wenn man an festverzinsliche Papiere, also Anleihen ohne übertriebene Risiken denkt.

Seite zwei: Was spricht gegen langfristige Aktienanlagen?

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