17. April 2019, 13:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dieselautos sauberer als Elektromobile?

Schockmeldung aus der Forschung für alle Fans der Elektromobilität: Elektroautos entlasten die deutsche Klimabilanz nach einer Studie des Kölner Physikprofessors Christoph Buchal nur auf dem Papier – in Wirklichkeit erhöhten sie den CO2-Ausstoß sogar.

Tesla-elektroauto-autonomes-fahren-shutterstock 530306572 in Dieselautos sauberer als Elektromobile?

Elektromobilität: Weniger umweltschonend als gedacht?

Sobald der CO2-Ausstoß bei der Herstellung der Batterien und der deutsche Strommix in der Rechnung berücksichtigt werde, belaste ein E-Auto das Klima um 11 bis 28 Prozent mehr als ein Dieselauto, heißt es in der am Mittwoch vom Ifo-Institut in München veröffentlichten Studie.

Prominente Studienautoren

Lithium, Kobalt und Mangan für die Batterien würden mit hohem Energieeinsatz gewonnen und verarbeitet. Eine Batterie für einen Tesla Model 3 belaste das Klima mit 11 bis 15 Tonnen CO2. Bei einer Haltbarkeit des Akkus von zehn Jahren und einer Fahrleistung von 15 000 Kilometern im Jahr bedeute allein das schon 73 bis 98 Gramm CO2 je Kilometer, rechneten die die Studienautoren Buchal, Hans-Dieter Karl und Hans-Werner Sinn vor. Dazu kommen noch die CO2-Emissionen des Stroms. In Wirklichkeit stoße der Tesla zwischen 156 und 181 Gramm CO2 pro Kilometer aus und damit deutlich mehr als ein vergleichbarer Diesel-Mercedes.

Politik täuscht mit Null-Emission

Dass die europäische Politik Elektroautos als Null-Emission-Autos einstufe, sei eine Täuschung, kritisierten die Forscher. Der ab 2030 vorgeschriebene CO2-Grenzwert von 59 Gramm pro Kilometer entspreche einem Verbrauch von 2,2 Liter Diesel oder 2,6 Liter Benzin je 100 Kilometer und sei “ingenieurtechnisch unrealistisch”. Deshalb müssten die Autobauer bald den Großteil ihrer Autos als E-Autos an die Kunden bringen. Für das Klima besser wären mit Methan betriebene Ottomotoren, ihr CO2-Ausstoß sei um ein Drittel niedriger als der eines Diesels. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

2 Kommentare

  1. “Umwelt” ist natürlich DAS Thema wenn die Industrie befeuert wird und Politikern beim “Profilieren” hilft. Weg vom bösen Diesel hin zum guten Stromer, koste es, was es wolle, unsere Industrie braucht Aufträge. Flugreisen nehmen zu und damit die Emissionen der Luft, aber natürlich nicht in Innenstätten, ebenso die Schiffsreisen. Wenn juckt es ? Der Taler muss rollen. Wie wäre es denn mit “funtionierendem öffentlichem Nahverkehr mit Wasserstoffmotoren, oh, nein, das wollen die Energieversorger ja nicht. Und warum ist Bahnfahren von Köln nach Leipzig teuer als zu fliegen ? Wir könnten unendlich viel tun, auch ohne E Autos….

    Kommentar von Nils Fischer — 24. April 2019 @ 12:18

  2. Das ist schon seit längerem bekannt.
    Doch unsere Grüninnen und alle die, die von dieser Energiewende partizipiren haben diese Studien wohlweislich “verdrängt” Jetzt, wo es an die Substanz der deutschen Industrie geht scheint die Politik (also ohne die Güninmnen) begriffen zu haben, dass uns mehrere Kollapse drohen.
    Offensichtlich wirkt auch die Zunahme an blau in der Politik gegen den Wahnsinn. Denn deren Standpunkte und Argumente sind überwiegend hochprofessionell.
    Klar, kommen die Meisten der Polit-Profis ja auch von schwarz rot gelb und sogar grün.
    Was nicht heißt, dass man realistische ökologische Ziele nicht aufrecht erhalten muss. Doch mit Sinn und Verstand und nicht aus dem Gefühl heraus……

    Kommentar von Patrik Welt — 23. April 2019 @ 19:43

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nach Bundestag stimmt auch Bundesrat für die Grundrente

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat der Grundrente zugestimmt, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Ermittlungen gegen Wirecard-Manager auch wegen Untreueverdachts

Im Skandal um fehlende Milliarden beim Dax-Konzern Wirecard ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” nun auch wegen Untreueverdachts gegen den Ex-Vorstandschef und weitere Manager.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...