8. Februar 2019, 06:58
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Dividenden: Airbag für das Portfolio

Wir schreiben das Jahr 2019 und die Finanzielle Repression schreibt sich fort. Noch immer liegen Teile der Renditestrukturkurve (nicht nur) deutscher Staatsanleihen im negativen Bereich, und die Renditen von Laufzeiten, die überhaupt noch etwas bringen, sind kaum das Schwarze unter dem Fingernagel wert. Umso mehr, wenn man den Kaufkraftverlust durch Inflation berücksichtigt – was jeder Anleger tun sollte. Welche Alternativen es gibt.

Naumer-Allianz in Dividenden: Airbag für das Portfolio

Hans-Jörg Naumer, Allianz Global Investors: “Dividenden helfen, die Gesamtperformance in Jahren negativer Kursentwicklung zu stabilisieren.”

Zwar ist das Ende der quantitativen Lockerung der Europäische Zentralbank ein erster Schritt zur Besserung, diese lässt aber kaum erkennen, dass es bald zu den dringend überfälligen Leitzinsanhebungen kommen wird. Wenn überhaupt, dann dürfte sie die Zinstreppe nur quälend langsam beschreiten.x

Da ist ein Blick auf die kommende Dividendensaison schon wohltuend. 350 Milliarden Euro an Dividendenzahlungen für die Unternehmen des MSCI Europas erwarten meine Kollegen im Fondsmanagement für diese Saison. 16. Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Die Dividendenrendite liegt derweil im Durchschnitt bei vier Prozent für europäische Werte (Stand Anfang Februar 2019). Da kann man schon mal ins Träumen geraten.

Besser statt Träumen ist Investieren. Wem es dabei zu zugig an den Märkten zugeht, für den mag es hilfreich sein, dass Dividenden mittel- und langfristig betrachtet geradezu eine Airbag-Funktion für das Portfolio haben können.

Dividenden halfen, die Gesamtperformance in Jahren negativer Kursentwicklung zu stabilisieren. Von 1973 bis heute gab es drei Fünfjahreszeiträume, in denen es zu Kursverlusten kam. Dividenden leisteten dabei einen Anteil diesen Verlust abzufedern, oder sogar zu überkompensieren.

Über den gesamten Zeitraum von 1973 bis Ende 2018 wurde die annualisierte Gesamtrendite der Aktienanlage für den MSCI Europa sogar zu 41 Prozent durch den Performance-Beitrag der Dividenden getragen. Auch in anderen Regionen, wie Nordamerika (gemessen am MSCI Nordamerika) oder Asien-Pazifik (MSCI Pazifik) war die Gesamtperformance zu ca. einem Drittel durch die Dividende bestimmt, wenngleich die absoluten Dividendenrenditen hier geringer ausfielen.

Seite zwei: Starke Dividendenpapiere mit weniger Wachstum

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