Trump ist auf ökonomischem Irrweg

Erst China, vielleicht bald die EU und nun Mexiko: Donald Trump scheint Zölle regelrecht als Allheilmittel zu sehen. „Trump ist mit seiner Zollpolitik auf einem ökonomischen Irrweg und gefährdet damit zunehmend den Wachstumspfad der Weltwirtschaft“, sagt Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. 

Robert Greil, Chefstrategie bei Merck Fink Privatbankiers.

Der Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers weiter: „Es wird immer klarer, dass sich die USA mit dieser Politik ins Abseits schießen – das positive Echo auf Merkels Rede in Harvard zeigt, dass es auch ein anderes Amerika gibt.“

Dennoch rät er an den Aktienmärkten weiter zur Vorsicht: „Je weiter sich die globalen Konjunkturperspektiven eintrüben, desto unwahrscheinlicher wird ein positiverer Gewinnrevisionstrend. Wir bleiben daher bei unserer vorsichtigen und defensiv ausgerichteten Aktienstrategie.“

Einkaufsindizes sind Thema der Woche

Kommende Woche kommen nicht nur vielerorts die finalen Einkaufsmanager-Indizes für Mai. Vielmehr stehen am Montag und Mittwoch die wichtigen Unternehmensstimmungsberichte des Institute for Supply Chain in den USA an, bevor dort am Dienstag die Auftragseingänge, am Donnerstag die Industrieproduktion und am Freitag schließlich der US-Arbeitsmarktbericht für Mai veröffentlicht werden.

In Euroland wird der Arbeitsmarktbericht bereits am Dienstag veröffentlicht, zusammen mit den Inflationszahlen für Mai. Am Mittwoch folgen Einzelhandelsumsätze sowie Produzentenpreise, bevor am Donnerstag das finale Bruttoinlandsprodukt für das Startquartal 2019 sowie die EZB-Sitzung die Highlights sind.

In Deutschland werden am Donnerstag noch Auftragseingangszahlen sowie am Freitag die Handelsbilanz und die Industrieproduktion für April publiziert.

 

Foto: Merck Finck

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