15. Februar 2019, 14:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Harter Brexit: Das Aus für die geordnete Finanzindustrie?

Am 29. März 2019 soll es soweit sein: Großbritannien wird rechtskräftig die EU verlassen. Was bereits seit Beginn der Verhandlungen in der Diskussion steht, ist bis heute noch nicht eindeutig geklärt: Welche Auswirkungen wird ein vermutlich “harter Brexit“ auf die deutsche beziehungsweise europäische Finanzindustrie haben? Und welche Entwicklungen lassen sich daraus ableiten?

 

Shutterstock 223021435-300x200 in Harter Brexit: Das Aus für die geordnete Finanzindustrie?

Genaue Prognosen, inwiefern sich ein heftiger Brexit auf den europäischen Markt auswirken wird, können bis heute nicht gegeben werden.

Eine aktuelle und repräsentative Umfrage des Center for Financial Studies ergab, dass die Mehrheit der deutschen Finanzbranche die Meinung vertritt, die Europäische Union solle nicht mit weiteren Zugeständnissen auf Großbritannien zugehen, nachdem ihre Regierung im Januar bereits Vorschläge der EU bezüglich eines Austrittsabkommens abgelehnt hatte. Zudem rechnen aber auch rund 46 Prozent mit einem harten Brexit, 52 Prozent stellen sich einen eher friedlichen Ausgang vor.

Gescheiterte Vorbereitung?

Über die Hälfte der Befragten sind überzeugt, dass die deutschen Finanzinstitute nicht hinreichend auf eventuell harte Folgen des Brexit vorbereitet sind, etwas weniger der Befragten schätzen die Einstellungen der Branche richtig ein.

Mögliche Unstimmigkeiten durch falsche Annahmen

Der Finanzsektor habe sich in gewissen Teilen auf einen geordneten Brexit verlassen, dies könne rückschrittlich sein, kritisierte Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies. Ein ungeordneter Brexit führe zudem zu großen Unsicherheiten innerhalb des Sektors und auch essentielle Dinge wie Arbeitsplätze seien gefährdet.

London als Finanzmetropole

Auch Londons Stellung als wichtigster europäischer Finanzplatz ist auf Dauer einigen Risiken ausgesetzt, weshalb Frankfurt am Main als Umschlagplatz immer weiter an Attraktivität zunimmt.Von einer neuen Aufgabenverteilung zwischen den Finanzplätzen Europas sei auszugehen, aber London wird auch künftig ein äußerst wichtiger Platz für Entscheidungen der Finanzbranche sein, stellte Brühl klar.

Weiterhin können keine eindeutigen Folgen, welche sich aus dem Brexit ergeben, abgeleitet werden. Es bleibt nur abzuwarten.(el)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...