16. März 2019, 07:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

MiFID II und PRIIPs müssen dringend optimiert werden

Es gibt dringenden Handlungsbedarf im Hinblick auf Änderungen der EU-Finanzmarktregelungen (MiFID II und MiFIR) sowie bei den Basisinformationsblättern (PRIIPs).

Regulierung-regeln-gesetz-shutt 405027403 in MiFID II und PRIIPs müssen dringend optimiert werden

Regulierung zügig und sorgfältig überarbeiten.

Der Deutsche Derivate Verband (DDV) hat sich dazu im Rahmen der Konsultation des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) zu Erfahrungen und möglichem Änderungsbedarf im Hinblick auf die regulatorischen Neuerungen mit einer Stellungnahme deutlich positioniert.

Der DDV fordert in seiner Stellungnahme gezielte Nachbesserungen vor allem in den Bereichen Aufzeichnungspflichten, Product Governance, Kostentransparenz und bei bestimmten Marktinfrastrukturthemen sowie eine umfassende Änderung der PRIIPs-Verordnung.

Zunehmende Bürokratisierung zeigt Folgen

Die zunehmende Bürokratisierung des Wertpapiergeschäfts, allen voran der Anlageberatung, zeigt bereits Folgen: Immer mehr Kunden schrecken vor einer Anlage in Wertpapiere zurück. Die Detailtiefe der regulatorischen Vorgaben erschwert zudem die gleichzeitige und homogene Umsetzung in Europa: Während die MiFID in Deutschland mit immensem Aufwand pünktlich umgesetzt wurde, war dies in anderen EU-Länder nicht der Fall.

Bereits umfassend regulierter Finanzsektor überfrachtet

Dr. Henning Bergmann, geschäftsführender Vorstand des DDV, bemerkt hierzu: “Es kann nicht sein, dass der europäische Gesetzgeber über wichtige Anliegen hinweggeht, damit sehenden Auges das Wertpapiergeschäft erschwert und dann diese Vorschriften in der EU nicht einheitlich umgesetzt werden. Die seit mehr als einem Jahr geltenden Regelwerke haben den bereits umfassend regulierten Finanzsektor mit neuen Maßgaben überfrachtet. An dieser Stelle gilt es, umfassend, zügig, aber nicht überhastet gravierende Unstimmigkeiten und Unklarheiten zu beseitigen. Europäische Regulierung muss zudem so gestaltet sein, dass sie mit vertretbarem Aufwand in allen Ländern fristgerecht umgesetzt werden kann.” (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DIA: Rentenkommission steht mit leeren Händen da

„Aufgabe nicht erfüllt. Dieses knappe Fazit müsste die Rentenkommission heute bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse ziehen, wenn sie ehrlich wäre“, erklärte Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

mehr ...

Immobilien

Wichtige Schutzmaßnahmen für Kleinvermieter und kleine Immobilienunternehmen fehlen noch

„Die Kündigungsschutzmaßnahmen für Mieter sind wichtig und richtig. Gleichwohl darf die Rettung der Mieter nicht bei den Vermietern abgeladen werden. Der Kleinvermieterschutz kommt derzeit zu kurz. Private Kleinvermieter dürfen nicht zu den großen Verlierern der Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise werden.“ Das sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD, heute nach der Verabschiedung des umfangreichen Corona-Hilfspakets im Bundesrat.

mehr ...

Investmentfonds

Ein goldenes Jahrzehnt für Gold

Viel wurde in den letzten Monaten über die goldenen Zwanziger Jahre geschrieben. In den Börsenzeitungen und Anlegermagazinen überschlugen sich die Vergleiche zur Situation von heute und den 1920er Jahren. Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

AfW bietet Übersicht zu Corona-Fördermitteln

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Hilfspaket für Unternehmer zusammengestellt, um die Folgen der Coronakrise zumindest abzumildern. Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung gibt nun allen Vermittlern eine Übersicht über mögliche Fördermöglichkeiten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Holland-Fonds mit Gesamtüberschuss

Die Lloyd Fonds Gruppe hat im März 2020 ein Fondsobjekt in Utrecht an einen französischen institutionellen Investor verkauft. Das teilt das Unternehmen anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts 2019 mit. Die BaFin erteilte zudem eine weitere KWG-Zulassung. Die Hauptversammlung wird wegen Corona verschoben.

mehr ...

Recht

EuGH: Widerrufsrecht im Darlehensvertrag muss klar formuliert sein

Darlehensverträge müssen klare und für Verbraucher verständliche Hinweise auf den Beginn von Widerspruchsfristen enthalten. Dies hat der Europäische Gerichtshof am Donnerstag zu einem Fall aus Deutschland klargestellt (Rechtssache C-66/19).

mehr ...