Anzeige
10. Dezember 2018, 12:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Das PRIIPs-Chaos geht weiter

Die Verschiebung des Starts der EU-Verordnung PRIIPs für Fonds um weitere zwei Jahre bringt Aufschub, wird aber wenig ändern. Denn eine Kernfrage bleibt wohl so oder so ungeklärt. Der Löwer-Kommentar

Das PRIIPs-Chaos geht weiter

“Mit einem Neustart auf Level 1 würde das ganze Theater wieder fast bei Null beginnen.”

Es geht um das Hickhack um Basisinformationsblätter (“Key Information Document”, kurz: KID), die nach der EU-Verordnung für “verpackte” Anlage- und Versicherungsprodukte (PRIIPs) erstellt werden müssen.

In der vergangenen Woche hat der Ausschuss für Wirtschaft und Währung im EU-Parlament (ECON-Ausschuss) die Verschiebung des PRIIPs-Starts für Wertpapierfonds (OGAW) und alternative Investmentfonds (AIFs) um zwei Jahre auf 2022 beschlossen und eine entsprechende Beschlussvorlage für das EU-Parlament verabschiedet.

Auch die Frist für einen “Review” der Vorschriften wird nach dem Vorschlag des ECON-Ausschusses um ein Jahr auf Ende 2019 verlängert. Die betroffenen Verbände atmen auf.

Schon einmal verschoben

Ändern jedoch wird die Verschiebung wahrscheinlich nicht viel. Der ECON-Vorstoß verschafft den Fonds zwar voraussichtlich einen zeitlichen Aufschub. Er birgt aber auch die Gefahr, dass sich das PRIIPs-Chaos endgültig zu einer unendlichen Geschichte entwickelt.

Schließlich wurde das Inkrafttreten der PRIIPs-Verordnung, die auf EU-Ebene bereits 2014 verabschiedet worden war, schon einmal verschoben: Von 2017 auf Anfang 2018. Seitdem müssen sich Versicherungen mit Anlagecharakter mit dem KID herumschlagen. OGAWs und AIFs hatten von vornherein eine Schonfrist von zwei Jahren.

Vorausgegangen war schon damals ein Streit zwischen der EU-Kommission und dem EU-Parlament, das – ebenfalls auf Vorschlag des ECON-Ausschusses – den Entwurf der Kommission für Detailvorschriften zur PRIIPs-Verordnung mit breiter Mehrheit ablehnte.

Seite 2: Wahres Bürokratie-Monster

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Grundrente: Erstes Modell kurz vor der Testphase

Im Alter sollen langjährige Geringverdiener künftig mehr Geld zur Verfügung haben als jemand, der nie gearbeitet hat. Um dafür zu sorgen, will die Bundesregierung noch in diesem Jahr eine neue Grundrente auf den Weg bringen.

mehr ...

Immobilien

Württembergische kauft Hotel im Mainzer Zollhafen

Die UBM Development Deutschland GmbH hat das Super 8 Hotel im Zollhafen Mainz, das auf dem Baufeld Hafenallee II errichtet wird, für rund 24 Millionen Euro an die Württembergische Lebensversicherung AG verkauft. Baustart für das 216 Zimmer-Haus war Anfang viertes Quartal 2017, die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2020 geplant.

mehr ...

Investmentfonds

Grafik des Tages: Lieber German als Brexit

Die britische Premierministerin Theresa May ist mit ihrem Brexit-Abkommen im Unterhaus gescheitert. Nun droht ein ungeordneter Brexit. Die lang anhaltende Unsicherheit um den EU-Austritt hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass immer mehr Briten die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt haben.

mehr ...

Berater

Deutsche-Bank-Chef: “Keine Hinweise auf Fehlverhalten”

In den Geldwäsche-Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Deutschen Bank erwartet Vorstandschef Christian Sewing nicht, dass sich der Verdacht der Behörden erhärtet. Das sagte er beim Neujahrsempfang des Geldhauses am Dienstag in Berlin.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia Grundinvest will Publikumsgeschäft weiter ausbauen

Der Asset Manager Patrizia Grundinvest, Tochtergesellschaft der Patrizia Immobilien AG, hat 2018 rund 110 Millionen Euro Eigenkapital bei Privatanlegern platziert und will weiter wachsen. Dafür ist 2019 unter anderem eine neue Produktkategorie geplant.

mehr ...

Recht

BGH: Kein Geld zurück bei Technik-Panne am Flughafen

Der Anschlussflug ist weg, der Ärger groß: Dennoch gibt es nicht bei jeder größeren Verspätung eine Ausgleichszahlung für Passagiere. Das macht der BGH in einem aktuellen Urteil deutlich.

mehr ...