9. April 2019, 14:57
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“Weckruf für aktive Vermögensverwalter”

Das Vertrauen in aktives Management sinkt. Für einen Großteil der institutionellen Investoren sind aktive Portfolios ihre Kosten nicht wert. Der Report von Allianz Global Investor sei ein “Weckruf für aktive Vermögensverwalter”. Was Investoren von aktiven Managern erwarten und wie sie Vertrauen gewinnen können:

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Aktive Vermögensverwalter müssen mehr für das Vertrauen ihrer institutionellen Kunden tun.

Das Vertrauen in aktive Investmentmanager ist gering, sie müssen sich mehr anstrengen, um Anleger zu überzeugen. Das zeigt eine Untersuchung, die Allianz Global Investors heute veröffentlicht hat:. Die Ergebnisse von “Staying Active: Regaining trust in active management” beruht auf einer weltweiten Umfrage unter 500 institutionellen Investoren, die ein verwaltetes Vermögen von über 15 Billionen US-Dollar repräsentieren.

Weniger als ein Viertel (23 Prozent) der Befragten gab an, dass aktiv gemanagte Portfolios die Kosten wert seien. Im Gegensatz dazu sagten aber 61 Prozent, dass sie aktives Management für die beste Option bei gering korrelierten Märkten halten, und sogar 71 Prozent, dass aktive Manager am besten in der Lage sind, die Anlagechancen zu nutzen, die sich mit der digitalen Transformation bieten.

Weckruf

“Dieser Report ist ein Weckruf für die aktiven Vermögensverwalter, die noch nicht sehen, wie grundlegend sich unsere Branche verändert”, sagt Andreas Utermann, CEO von Allianz Global Investors.

Wichtig sei den institutionellen Investoren bei der Auswahl eines Managers laut des Reports vor allem Performance (48 Prozent), eine langfristige Geschäftsbeziehung, in der der Manager ihre Ziele und Probleme versteht (41 Prozent) und, dass sich der Manager an ihre sich ändernden Bedürfnisse anpasst (40 Prozent).

Die größten Sorgen

Der Bericht befragte die Anleger auch nach ihren größten Sorgen für 2019, wobei 80 Prozent die Marktvolatilität nannten, 79 Prozent die Geldpolitik und 75 Prozent die Inflation. Fast neun von zehn (87 Prozent) der Befragten sind der Ansicht, dass Anleger in dem Jahrzehnt seit der Finanzkrise in Bezug auf Risikomanagement “nachlässig” geworden seien.

Hier heben sich die Aussagen von deutschen Institutionellen zum Teil deutlich ab: Nur 65 Prozent sorgen sich wegen Inflation und nur 75 Prozent monieren Nachlässigkeit seit der Finanzkrise.

Seite zwei: Darauf sollten sich aktive Manager konzentrieren

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