Kaufkraft: Sparer in Europa haben seit 2011 rund 350,15 Milliarden Euro verloren

Seit 2011 haben Sparer in der Eurozone einen realen Zinsverlust von minus 350,15 Milliarden Euro erlitten. Ganz vorne, im negativen Sinne: Die Deutschen.

Deren Anlageverhalten sorgt dafür, dass die realen Zinserträge (Zinsertrag minus Inflation) in den letzten neun Jahren kumuliert minus 164,96 Milliarden Euro betrugen. Mit Abstand das höchste Minus aller 19 Staaten, für die das Fachportal Tagesgeldvergleich.net aktuell die Zinsgewinne-/-verluste seit der Finanzkrise berechnete. Auf dem 2. Platz in der Rangliste platzierte sich Italien, dessen Bürger ein Minus von 43,29 Milliarden Euro an realen Zinserträgen erzielten. Ebenfalls tief im roten Bereich: Belgien mit minus 40,01 Milliarden Euro.

Ein Plus vor den real erzielten Zinserträgen erreichen lediglich Zypern (+2,47 Milliarden Euro) sowie Griechenland (+11,04 Milliarden Euro).

Wird nur das Jahr 2019 betrachtet, liegt der nominale Zinsertrag pro Kopf in der Eurozone bei 50,58 Euro. Nach Abzug der Inflation werden daraus minus 211,36 Euro pro Sparer. Bemerkenswert: Auch wenn die Zinsen stetig weiter sinken, klettert das Einlagevolumen in der Eurozone weiter aufwärts. Von 15.557 Euro im Jahr 2008 stieg der Wert bis 2019 auf ca. 22.559 Euro – jeweils pro Kopf.

 

Foto: Shutterstock

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