Studie: Kauflaune der Deutschen sinkt

Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich im September zum zweiten Mal in Folge verschlechtert, so eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Demnach sind sowohl die Einkommens- und Konjunkturerwartung als auch die Anschaffungsneigung zurück gegangen.

Trotz der Rückgänge bei Einkommens- und Konjunkturerwartung sowie Anschaffungsneigung zeigen sich die Verbraucher laut GfK noch immer in Konsumlaune.

Das Konsumklima geht der Studie zufolge weiter zurück. Für Oktober prognostiziert der Gesamtindikator 8,3 Punkte nach 8,6 Punkten im September. Laut der Studie haben sich die Konjunkturaussichten mit einem Minus von sechs Punkten jedoch wesentlich weniger abgeschwächt als im August, als der Indikator mehr als 35 Punkte verlor. Mit Aktuell 4,4 Punkten liege er damit noch über seinem langjährigen Durchschnittswert von null Punkten.

Einkommensaussichten getrübt

Grund für diese Entwicklungen seien die nach wie vor angespannte geopolitische Lage sowie die konjunkturelle Schwäche in einer Reihe von Staaten des Euroraumes, die sich nach Einschätzung der Verbraucher verstärkt auf die deutsche Wirtschaft auswirken werden, so die Marktforscher. Als Folge der sinkenden Konjunkturaussichten sind demnach auch die Einkommenserwartungen der Konsumenten im September zum zweiten Mal in Folge gesunken.

Der Indikator weist demnach jedoch immer noch stark überdurchschnittliche 43,4 Zähler auf (Minus 6,7 Punkte) und liegt deutlich über Vorjahresniveau. Obwohl der Indikator Einkommenserwartung durch die konjunkturellen Schwäche beeinträchtigt werde, zeige das nach wie vor sehr hohe Niveau die guten Rahmenbedingungen im Inland, so die Marktforscher. Entscheidende Stützen der Einkommensaussichten sind demnach der stabile Arbeitsmarkt und die steigenden Realeinkommen.

Anschaffungsneigung abgeschwächt

Auch die Anschaffungsneigung ist der Studie zufolge von den den rückläufigen Konjunktur-und Einkommenserwartungen beeinflusst. Der Indikator hat demnach im September 6,8 Punkte verloren und liegt nun bei 42,5 Zählern. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weise die Anschaffungsneigung ein kleines Minus aus. Dennoch sind die Verbraucher laut GfK noch immer in Konsumlaune.

Die Konsumenten sind demnach aufgrund der spürbaren Verbesserung der realen Einkommenssituation vieler Haushalte in Verbindung mit dem geringen Zinsniveau eher geneigt zu konsumieren, als ihr Geld zu sparen.

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Für die Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ befragt die Gesellschaft für Konsumforschung monatlich rund 2.000 Verbraucher im Auftrag der EU-Kommission. (jb)

Foto: Shutterstock

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