Anzeige
Anzeige
16. September 2015, 08:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DIW: Deutlich mehr Steuereinnahmen erwartet

Der deutsche Staat kann sich in diesem Jahr über deutlich mehr Steuereinnahmen freuen als zunächst erwartet.

Bundesfinanzministerium in DIW: Deutlich mehr Steuereinnahmen erwartet

Das Bundesministerium der Finanzen kann 2015 und 2016 mit Steuermehreinnahmen rechnen.

Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge werden fast 672 Milliarden Euro in die Kassen von Bund, Ländern und Gemeinden fließen – knapp 28 Milliarden Euro mehr als im vergangenen Jahr und rund fünf Milliarden Euro mehr, als die amtliche Steuerschätzung vom Mai vorhersagt. “Die Steuern sprudeln weiter kräftig”, sagt Finanzexpertin Kristina van Deuverden, die die Steuereinnahmen auf Basis der heute erscheinenden Konjunkturprognose des DIW Berlin geschätzt hat.

Gute Lage am Arbeitsmarkt

“Das Einnahmenplus geht maßgeblich auf die gute Lage am Arbeitsmarkt zurück: Weil Beschäftigung und Löhne weiter zulegen, nehmen die Lohnsteuereinnahmen zu. Weil die Einkommen steigen und viele Menschen mehr Geld im Portemonnaie haben, expandiert der Konsum kräftig und damit steigen auch die Mehrwertsteuereinnahmen”, so van Deuverden.

Einnahmen aus Abgeltungssteuer legen zu

Überraschenderweise legt auch die Abgeltungsteuer kräftig zu, obwohl das Zinsniveau nach wie vor gering ist. Ebenfalls sehr dynamisch entwickeln sich die veranlagte Einkommensteuer und die Körperschaftsteuer, was darauf hindeutet, dass die Unternehmen für 2015 nochmals relativ hohe Gewinne erwarten. Die sich gegenüber den Haushaltsplanungen in diesem Jahr abzeichnenden Steuermehreinnahmen fallen vor allem im Bundeshaushalt und bei den Ländern an.

“Der Bund kann die sich nunmehr im Haushalt einstellenden Überschüsse nutzen, um die aktuellen Herausforderungen, beispielsweise in Zusammenhang mit der steigenden Flüchtlingszahl, zu bewältigen”, so van Deuverden.

Kräftiger Steueranstieg in 2016 erwartet

Im kommenden Jahr wird sich der Fiskus erneut über einen kräftigen Steueranstieg freuen können – das Plus gegenüber diesem Jahr dürfte knapp 18 Milliarden Euro betragen. Die Vorhersage der amtlichen Steuerschätzung wird damit zwar um zwei Milliarden Euro unterschritten. Allerdings berücksichtigt die DIW-Prognose bereits, dass die Politik die Steuerzahler im kommenden Jahr wie angekündigt entlastet und die in den Jahren 2014 und 2015 durch die kalte Progression erzielten Mehreinnahmen zurückgibt.

Auch die Anhebung des Grundfreibetrags und des Kinderfreibetrags schlägt dann stärker zu Buche. Da sich die Gewinnerwartungen der Unternehmen wohl leicht eintrüben werden, verliert sowohl die Entwicklung der Einkommen- als auch der Körperschaftsteuer an Tempo. (fm)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Insurtechs: Treibstoff oder Zündstoff?

Versicherungs-Start-ups, die sogenannten Insurtechs, drängen massiv in den Versicherungsmarkt, doch ob sie eine Bedrohung oder eine Chance für die Assekuranz darstellen, scheint noch immer nicht ausgemacht.

mehr ...

Immobilien

“Mietpreisbremse allein ist machtlos”

In Berlin und München sind die Mieten nach Einführung der Mietpreisbremse noch schneller gestiegen als zuvor. Das geht aus einer Analyse von Immowelt hervor. Carsten Schlabritz, CEO von Immowelt fordert mehr Maßnahmen gegen steigende Mieten.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Schenkungsvertrag: Rückforderungsrecht als Reißleine

Geschenktes darf man nicht zurückverlangen? Das sieht der Gesetzgeber bei Schenkungsverträgen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge anders. Mit einer pfiffigen Vertragsgestaltung kann der Unternehmer jederzeit die “Reißleine” ziehen.

mehr ...