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12. Juni 2015, 15:08
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ZEW bedauert Abschied von Fuest und sucht Nachfolger

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat den Wechsel seines Präsidenten Prof. Dr. Clemens Fuest an die Spitze des ifo-Instituts ausdrücklich bedauert. Fuest wird in München an die Stelle von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn treten, der am 1. April 2016 in den Ruhestand geht.

Fuest Clemens ZEW 1 in ZEW bedauert Abschied von Fuest und sucht Nachfolger

Clemens Fues wird Nachfolger von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

“Er ist ein exzellenter Wissenschaftler und hat am Institut als Präsident auf verschiedenen Gebieten Neuerungen auf den Weg gebracht und wissenschaftlich wichtige Akzente gesetzt. Insbesondere der europäischen und internationalen Arbeit des ZEW hat er starke Impulse gegeben”, erklärte Thomas Kohl, kaufmännischer Direktor des ZEW. Gemeinsam mit den Gremien des ZEW solle nun die Suche nach einem Nachfolger für Fuest aufgenommen werden.

Der 1968 in Münster geborene Fuest studierte Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Bochum und Mannheim. An der Universität Köln promovierte er 1994 zum Thema “Eine Fiskalverfassung für die Europäische Union”. Im Jahr 2001 folgte die Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Zusammenhang von Steuerpolitik und Arbeitslosigkeit.

Im Jahr 2001 folgte Fuest dem Ruf der Universität Köln auf den Lehrstuhl für wirtschaftliche Staatswissenschaften, den er bis 2008 innehatte. In diese Zeit fiel im Jahr 2004 eine Gastprofessur an der Wirtschaftsuniversität Luigi Bocconi in Mailand. Von 2008 bis 2013 war er Professor für Unternehmensbesteuerung und Forschungsdirektor des Centre for Business Taxation der Universität Oxford.

Sitz in verschiedenen Beiräten

Seit 2003 gehört er dem Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesfinanzministerium an, dessen Vorsitzender er von 2007 bis 2010 war. Im Oktober 2012 wurde er Mitglied des Beirats für nachhaltige Entwicklung der Landesregierung von Baden-Württemberg. Als Mitglied der Lenkungsgruppe der von der Stiftung Marktwirtschaft initiierten Kommission “Steuergesetzbuch” wirkte er an der Konzeption eines vereinfachten Steuerrechts für Deutschland mit. Dem wissenschaftlichen Beirat der Stiftung, dem “Kronberger Kreis”, gehörte er von 2004 bis 2008 an. Ab März 2013 ist er erneut Mitglied in diesem Beratergremium.

Fuest ist Research Fellow des CESifo (Centre for Economic Studies/ifo Institut), Fellow des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) und Programmdirektor des Centre for Business Taxation der Universität Oxford. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, des Vereins für Socialpolitik, der American Economic Association und sitzt im Board des International Institute for Public Finance. Er gehört außerdem zum Editorial Board verschiedener internationaler Fachzeitschriften und ist Herausgeber der Buchreihe “Beiträge zur Finanzwissenschaft”.

Forschung zur Schuldenkrise im Euroraum

Die Forschungsschwerpunkte von Fuest liegen in den Bereichen Internationale Steuerpolitik und Staatsfinanzen. Zu seinen aktuellen Forschungsthemen zählen die Schuldenkrise im Euroraum, der internationale Steuerwettbewerb, die Bedeutung der Globalisierung und der europäischen Integration für die Steuerpolitik sowie die Auswirkungen der Besteuerung auf Unternehmensentscheidungen. (kb)

Foto: ZEW

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