Baden-Württemberg: Genossenschaftsbanken rücken noch enger zusammen

Die Fusionswelle bei den baden-württembergischen Volks- und Raiffeisenbanken schreitet voran.

Roman Glaser: „Der Konzentrationsprozess wird weitergehen.“

Im laufenden Jahr wird mit sieben bis zehn Zusammenschlüssen gerechnet, wie der Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands, Roman Glaser, am Freitag in Stuttgart mitteilte.

Konzentrationsprozess geht weiter

Im Vorjahr seien es sechs gewesen. „Der Konzentrationsprozess wird weitergehen.“ Aktuell gibt es 206 Institute im Südwesten. Im Jahr 2010 waren es 232 Genossenschaftsbanken.

Im vergangenen Jahr konnten die Institute 57 000 neue Mitglieder gewinnen. Insgesamt gebe es nun 3,69 Millionen Teilhaber bei den Volks- und Raiffeisenbanken. Glaser sagte, die Ertragslage sei 2015 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen zufriedenstellend gewesen. Das Ergebnis vor Risikovorsorge sank nach vorläufigen Zahlen um 0,2 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro.

Belastungen durch Niedrigzins und Regulierung

Der Gewinn unter dem Strich ging um rund 7,2 Prozent auf 500 Millionen Euro zurück. Die Kundeneinlagen stiegen um 4,2 Prozent auf 109,3 Milliarden Euro. Den Instituten machten weiterhin die niedrigen Zinsen zu schaffen und die zunehmende Bankenregulierung.

Gerade kleine und mittlere Häuser würden durch die derzeitigen administrativen Aufgaben wie Dokumentationspflichten, Anlageschutzvorgaben, das Melde- und Beauftragtenwesen weit über Gebühr belastet.

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Unter anderem wurden die Auflagen für das von der Europäischen Zentralbank geplante Kreditregister verschärft. Mehr als 100 Details sollen künftig schon bei Kreditsummen ab 25 000 Euro abgefragt werden. Der Kampf dagegen gehe weiter, sagte Verbandsdirektor Gerhard Schorr. Es stelle sich die Frage, ob die Datenerhebung notwendig sei.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband

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