Banken: Mehr als drei Millionen Kunden wollen wechseln

Über drei Millionen Kunden deutscher Banken wollen in den nächsten 24 Monaten zu einem anderen Institut wechseln. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Managementberatung Investors Marketing hervor. Den größten Anteil an wechselbereiten Privatkunden hat demnach die Deutsche Bank.

Über drei Millionen Kunden deutscher Banken wollen in den nächsten 24 Monaten zu einem anderen Institut wechseln.
Über drei Millionen Kunden deutscher Banken wollen in den nächsten 24 Monaten zu einem anderen Institut wechseln.

Laut der Erhebung planen sieben Prozent aller Bankkunden (rund 3,4 Millionen) einen Wechsel innerhalb der nächsten zwei Jahre. „Für die Kunden haben Faktoren wie persönliche Ansprechpartner und emotionale Nähe trotz Digitalisierung eine hohe Relevanz“, sagt Dr. Oliver Mihm, CEO von Investors Marketing.

„Diese Anforderungen erfüllen insbesondere regional verwurzelte Finanzinstitute wie die Sparkassen sowie die Volksbanken und Raiffeisenkassen“, so Mihm weiter. Die Wechselbereitschaft bei den Kunden der Sparkassen liegt der Umfrage zufolge mit 6,6 Prozent leicht unter dem Durchschnitt.

Kunden von Großbanken planen Wechsel

Bei den Genossenschaftsbanken herrsche mit 7,2 Prozent der Kunden zwar eine überdurchschnittlich hohe Wechselbereitschaft. Der Durchschnittswert werde jedoch durch die hohe Zahl der Kunden dieser beiden Finanzgruppen beeinflusst.

Quelle: Investors Marketing
Quelle: Investors Marketing

Großbanken werden der Studie zufolge von ihren Kunden sehr kritisch beurteilt. Bei der Deutsche Bank planen demnach knapp 18 Prozent der Privatkunden, das Institut in den nächsten zwei Jahren zu verlassen. Auch bei Kunden Hypovereinsbank, Sparda-Banken und Postbank ist mit Werten von 11,1 bis 10,4 Prozent eine hohe Wechselbereitschaft auszumachen.

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Auffallend niedrig sei die Wechselbereitschaft indes bei der ING Diba. Nur 3,5 Prozent der Kunden der Frankfurter Direktbank denken der Studie zufolge über einen Wechsel in den kommenden 24 Monaten nach.

„Hier macht sich eine sehr konsequente kundenorientierte Geschäftspolitik bezahlt, die sich nicht zuletzt in einem stringenten Marketing niederschlägt“, so Oliver Mihm. (jb)

Foto: Shutterstock

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