18. Juli 2016, 16:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bundesbank erwartet kräftiges Wirtschaftswachstum

Das Brexit-Votum verunsichert die Wirtschaft, die Weltkonjunktur kommt nicht richtig in Schwung. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich der Bundesbank zufolge dennoch robust. Im zweiten Quartal dürfte es allerdings eine Delle gegeben haben.

Bundesbank erwartet kräftiges Wirtschaftswachstum

Die Exporte wirken sich laut Bundesbank stabilisierend auf die deutsche Wirtschaft aus: In den ersten fünf Monaten sind die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen.

Die Bundesbank sieht die deutsche Wirtschaft trotz des Brexit-Votums vorerst weiter auf Wachstumskurs. Dies erklärte die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht.

Zwar dürfte die Konjunktur nach dem starken Jahresbeginn im zweiten Vierteljahr eine Verschnaufpause eingelegt haben. “Die konjunkturelle Grundtendenz ist aber weiter recht kräftig, und für das Sommerquartal ist wieder mit einem deutlichen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung zu rechnen”.

Bundesbank: Brexit-Folgen schwer abzuschätzen

Als Grund für die Zuversicht nannten die Experten die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt, steigende Reallöhne und die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die Auswirkungen des Brexit-Votums auf die deutsche Wirtschaft seien gegenwärtig schwer abzuschätzen, “könnten zumindest kurzfristig aber begrenzt bleiben”, erklärte die Notenbank.

Großbritannien war im vergangenen Jahr Deutschlands fünftgrößter Handelspartner. Wegen der Unsicherheit nach dem Brexit-Referendum hatten Ökonomen ihre Wachstumsprognosen für Deutschland gesenkt. Die Notenbank erwartete für das laufende Jahr zuletzt 1,7 Prozent Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP). 2017 sollen es dann 1,4 Prozent sein.

Keine Impulse aus dem Einzelhandel

Aus Sicht der Bundesbank spricht auch die anhaltend gute Stimmung der Unternehmen und Haushalte für einen nur zeitweisen Dämpfer im zweiten Quartal. Von April bis Juni dürfte die deutsche Wirtschaft allerdings allenfalls geringfügig gewachsen sein. Die Industrieproduktion sei hinter das hohe Niveau des ersten Quartals zurückgefallen.

Auch vom Einzelhandel seien zuletzt keine Impulse gekommen. Zudem hatte zu Jahresanfang die Bauwirtschaft vom milden Winter profitiert, Projekte wurden vorgezogen. Dieser Effekt entfällt im zweiten Quartal. Stabilisierend wirke dagegen das recht positive Bild bei den Exporten, erklärte die Bundesbank. In den ersten fünf Monaten waren die Ausfuhren “Made in Germany” im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen. (dpa-AFX)

Foto: Andreas R. / Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...

Immobilien

USA: Baubeginne und Genehmigungen legen wieder zu

Der US-Immobilienmarkt hat sich nach einem leichten Dämpfer wieder besser entwickelt. Nach einem Rückgang im August erhöhten sich im September sowohl die Baubeginne als auch die Baugenehmigungen wieder. 

mehr ...

Investmentfonds

Brexit und Corona: Märkte in USA, Europa und UK mit unterschiedlichen Vorzeichen

Chris Iggo, CIO Core Investments, richtet seinen Blick auf die Märkte und sieht unterschiedliche Vorzeichen für Amerika, Europa und Großbritannien

mehr ...

Berater

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...