Bundesbank verteidigt neue Regeln für Risikoberechnung

Die Bundesbank verteidigt die geplante neuerliche Verschärfung der internationalen Kapitalregeln für die Banken.

Andreas Dombret, Bundesbank, verteidigt die neuen Regeln als überfälligen Schritt

Die neuen Vorgaben zur Risikoberechnung in den Instituten seien ein „überfälliger Schritt“, sagte der für die Bankenaufsicht zuständige Vorstand Andreas Dombret der „Börsen-Zeitung“ (Dienstagausgabe). Es werde zu mehr Transparenz führen, wenn die Eigenkapitalquoten auf besser vergleichbare Weise ermittelt werden. Dombret zeigte sich aber offen für eine Anpassung der Vorgaben, falls diese zu höheren Kapitalanforderungen im gesamten Bankensystem führen sollten. Dies werde nun in einer Studie geprüft.

Branche nicht überfordern

Die privaten Banken hatten am Montag Alarm geschlagen und davor gewarnt, die Branche mit den neuen Vorgaben zu überfordern. Die Überarbeitung der Verfahren für die Risikoberechnung werde die Kapitalanforderungen nach ersten Analysen noch einmal um mehr als 50 Prozent steigern. Das könnte dazu führen, dass sich Kredite verteuern oder sich die ohnehin schon schwache Ertragslage der Institute weiter verschlechtert. Zudem sei die Vergabe langfristiger Kredite etwa für Immobilien in Gefahr.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

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