Anzeige
17. August 2017, 16:38
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Air Berlin: Ausgang für vier Fonds noch offen

Die bekannten Anbieter von Flugzeugfonds für Privatanleger haben nun gegenüber Cash.Online zur Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin Stellung bezogen. Demnach haben wie erwartet vier Publikumsfonds von zwei Anbietern noch Verträge mit der Airline. Die anderen Initiatoren geben Entwarnung.

00038849 W-1 in Air Berlin: Ausgang für vier Fonds noch offen

Air Berlin hat die vier Fondsflieger untervermietet.

Die gute Nachricht vorweg: Dr. Peters, HEH, KGAL und Doric bestätigen auf Nachfrage von Cash.Online, dass keines ihrer Flugzeuge an Air Berlin vermietet ist. Die Anleger dieser Fondsanbieter sind also von der Air-Berlin-Pleite nicht betroffen.

Anders ist die Situation wie erwartet für zwei CFB-Fonds von Commerz Real aus dem Jahr 2010 sowie die Flight Invest 47 und 48 von Hannover Leasing, die 2008 beziehungsweise 2011 platziert wurden.

CFB-Fonds: Verträge bis Januar 2019

Commerz Real teilt auf die Anfrage von Cash.Online mit, dass die Verträge der beiden CFB-Fonds mit Air Berlin noch bis Ende Januar 2019 laufen und ungeachtet des Insolvenzantrages bis auf Weiteres fortbestehen. Die Flugzeuge würden von Air Berlin aktuell an Eurowings (unter-) verleast.

Dessen ungeachtet hätten die Fondsgesellschaften intern Optionen zur Verwertung vorgeprüft. Entscheidungen seien noch nicht gefallen. Bisher seien alle Ausschüttungen planmäßig erfolgt, die letzte im Januar 2017 für das zweite Halbjahr 2016.

Über die Ausschüttung für das erste Halbjahr 2017 werde entschieden, sobald das beabsichtigte Vorgehen von Air Berlin beziehungsweise des Sachwalters oder Insolvenzverwalters absehbar sei. Derzeit könne hierzu noch keine Aussage getroffen werden. Weitere CFB-Fonds sind von der Air-Berlin-Insolvenz demnach nicht betroffen.

Hannover Leasing: Sub-Lease mit Niki

Hannover Leasing teilt mit, dass die beiden Air-Berlin-Flugzeuge der Hannover Leasing jeweils seit Dezember 2016 beziehungsweise Januar 2017 im Rahmen eines Sub-Lease-Vertrages an die Air-Berlin-Tochter Niki Luftfahrt GmbH vermietet sind.

Niki sei neben Air Berlin zur Zahlung der Leasingraten in vertraglicher Höhe verpflichtet. Zudem sei Air Berlin vertraglich zur Abtretung der Mietzahlungen von Niki verpflichtet – bislang seien alle Leasingraten planmäßig gezahlt worden. “Momentan gehen wir davon aus, dass Niki vom Insolvenzantrag der Air Berlin nicht betroffen ist”, so die Stellungnahme. (sl)

Foto: Andreas Wiese / airberlin

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Schifffahrt wird sicherer – doch die Gefahr durch Cyber-Angriffe wächst

Die internationale Schifffahrt ist deutlich sicherer geworden. Im vergangenen Jahr verloren Reedereien weltweit 94 größere Schiffe mit über 100 Tonnen, geht aus einer Analyse der Allianz-Industrieversicherungstochter Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) hervor.

mehr ...

Immobilien

Städtetag hält Neubau von 400.000 Wohnung pro Jahr für nötig

Angesichts der Wohnungsnot in vielen Ballungsräumen hält der Deutsche Städtetag den Neubau von 400.000 Wohnungen im Jahr für erforderlich. 

mehr ...

Investmentfonds

Acht EU-Staaten fordern Kapitalmarktunion

Acht EU-Staaten dringen darauf, die Kapitalmarktunion zu vollenden. Vor dem EU-Austritts Großbritanniens sollten die europäischen Finanzmärkte besser integriert werden. Einige Teilnehmer wollen zudem ein Gegenwicht zu den EU-Haushaltsplänen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bilden.

mehr ...

Berater

Scout24 kauft Finanzcheck.de

Strategische Übernahme: Scout24, Betreiber bekannter digitaler Marktplätze wie Financescout24 oder Autoscout24 übernimmt eines der relevantesten deutschen Online-Vergleichsportale für Verbraucherkredite, Finanzcheck.de. Verkäufer sind eine Investorengruppe um Acton Capital Partners, Btov Partners, Highland Europe, Harbourvest Partners sowie die Gründer von Finanzcheck. Den Kaufpreis liegt bei 285 Millionen Euro und wird bar gezahlt.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Müssen Anleger erhaltene Zahlungen erstatten?

Unter Anlegern der insolventen Gesellschaften des Container-Anbieters P&R geht die Angst um: Nicht nur ihre Investition ist in Gefahr, sondern nicht selten wird sogar behauptet, sie müssten womöglich bereits erhaltene Zahlungen rückerstatten. Wie verhält es sich damit? Ein Gastbeitrag von Rechtsanwalt Dr. Jan Schoop, GGV

mehr ...

Recht

Unerlaubte Geschäfte: Zieht Olaf Scholz die Zügel an?

Die Anzahl der Verfügungen der Finanzaufsicht BaFin wegen unerlaubter Geschäfte hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Die Gesamtzahl des Jahres 2017 wurde bereits überschritten.

mehr ...