15. März 2017, 11:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bundesbank zeigt Kompromissbereitschaft im Streit über Bankenregeln

Die Bundesbank hat im Ringen um international abgestimmte Kapitalregeln für Banken Kompromissbereitschaft signalisiert.  Man sei “zu jeder Zeit bereit, mit den USA nach Gemeinsamkeiten zu suchen” sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret.

Bundesbank zeigt Kompromissbereitschaft im Streit über Bankenregeln

Die Bundesbank will einen “wesentlichen Anstieg der Eigenkapitalanforderungen in Deutschland” vermeiden.

Im Ringen um international abgestimmte Kapitalregeln für Banken zeigt sich die Bundesbank kompromissbereit. “Wir für unseren Teil bleiben am Verhandlungstisch und sind zu jeder Zeit bereit, mit den USA nach Gemeinsamkeiten zu suchen”, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret bei einer Tagung der Notenbank am Mittwoch in Frankfurt.

Dombret betonte zugleich: “Dabei müssen wir aber natürlich berücksichtigen, dass die Bankensysteme in Europa und den USA unterschiedlich sind und dass alle Verhandlungspartner mit den neuen Regeln leben können müssen.”

USA favorisieren standardisierte Modelle

Bei dem schon länger schwelenden Streit um die Präzisierung der sogenannten Basel-III-Regeln geht es im Kern darum, wie Banken ihre Kreditrisiken kalkulieren. Davon hängt ab, mit wie viel Eigenkapital Geschäfte abgesichert werden müssen. Viele Großbanken berechnen dies mit internen Modellen, die oft einen geringeren Kapitalbedarf ergeben als die recht konservativen Standardvorgaben.

Die USA favorisieren aber die standardisierten Modelle. Unter Europas Geldhäusern gibt es Sorge, dass damit ihr Kapitalbedarf gerade auch für bislang wenig riskantes Geschäft wie Baufinanzierungen kräftig steigen würde.

Bundesbank will “Anstieg der Eigenkapitalanforderungen” vermeiden

Eigentlich hatten die internationalen Aufseher im Baseler Ausschuss sich schon im Januar einigen wollen, zuletzt war ein Kompromiss im März angestrebt worden.

“Wenn wir in der kommenden Zeit in Basel einen Kompromiss erzielen können, der die deutschen Positionen hinreichend aufgreift, dann sind die Auswirkungen für die deutschen Institute verkraftbar”, sagte Dombret. Einen “wesentlichen Anstieg der Eigenkapitalanforderungen in Deutschland” wolle die Bundesbank vermeiden. (dpa-AFX)

Foto: Bundesbank

Ihre Meinung



 

Versicherungen

FDP: Rentenpolitik der Koalition vor desaströsem Scheitern

Die FDP sieht die Rentenpolitik von Union und SPD vor dem Scheitern. “Wenn sich die Rentenkommission in zentralen Punkten nicht auf einen gemeinsamen Bericht einigen kann und nun der ganze Zeitplan in Frage steht, muss man ein desaströses Scheitern der ganzen Rentenpolitik von Union und SPD befürchten”, sagte der FDP-Rentenexperte Johannes Vogel der Deutschen Presse-Agentur.

mehr ...

Immobilien

UBS und Blackrock lancieren neuen Anleihen-ETF

Das iShares-Produkt bietet Kunden von UBS Wealth Management ein Engagement in erstklassigen Anleihen, die darauf ausgerichtet sind, die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (UN SDGs) zu fördern.

mehr ...

Investmentfonds

Silber, das weiße Gold, mit großen Zukunftsaussichten

Laut dem Silver Institute soll 2020 ein erfolgreiches Jahr für den Silberpreis werden. Verschiedene Fakten sprechen dafür.

mehr ...

Berater

UDI-Emission “te Solar Sprint IV” vor dem Totalverlust?

Die Emittentin der im Oktober 2016 aufgelegten Vermögensanlage “te Solar Sprint IV” warnt vor der Gefahr eines vollständigen Forderungsausfalls eines ausgereichten Nachrangrangdarlehens. Den Anlegern droht dann wohl der Totalverlust ihres Investments.

mehr ...

Sachwertanlagen

Hep tütet 600 Megawatt Solar-Projektvolumen in den USA ein

Hep, ein baden-württembergisches Unternehmen für Solarparks und Solarinvestments, erweitert die Aktivitäten in den USA und hat sich mit dem lokalen Projektentwickler Solops auf eine zu entwickelnde Gesamt-Kapazität von 600 Megawatt in den nächsten drei Jahren geeinigt.

mehr ...

Recht

Insolvenz von Reisefirmen: “Bierdeckel-Modell” soll es richten

Die Allianz Selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e.V. (asr) hat auf die am vergangenen Montag vorgestellten Modelle des BMJV und des DRV heute mit einem eigenen konkreten Vorschlag reagiert und diesen dem BMJV zukommen lassen.

mehr ...