7. November 2017, 12:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

EZB: Problemkredite noch immer weit verbreitet

Die sich allmählich verbessernde Wirtschaftslage Europas hat in den vergangenen Jahren auch zu einem Abbau von Problemkrediten europäischen Banken geführt. Präsident Mario Draghi sieht das Problem jedoch noch lange nicht gelöst.

EZB: Problemkredite noch immer weit verbreitet

Laut EZB sind weitere Reformen nötig um das Problem fauler Kredite langfristig zu lösen.

Die noch immer gewaltigen Bestände von Problemkrediten in den Bilanzen vieler europäischer Banken machen den Aufsehern der Europäischen Zentralbank (EZB) Sorge.

Zwar sei das Niveau ausfallgefährdeter Darlehen, oder “Non-Performing Loans” (NPL), in den vergangenen Jahren gesunken, sagte Präsident Mario Draghi am Dienstag zum Auftakt einer Tagung der EZB-Bankenaufsicht in Frankfurt aber das Problem sei noch nicht gelöst.

Zum Ende des ersten Quartals hatte die EZB das NPL-Volumen für die 120 von ihr direkt beaufsichtigten Banken im Euroraum auf 865 Milliarden Euro beziffert. Ein Jahr zuvor waren es 950 Milliarden.

Reformbedarf bleibt groß

Trotz der Fortschritte gebe es “keinen Grund für Selbstgefälligkeit”, betonte Draghi. Denn die Verbesserungen seien “wahrscheinlich zum Teil auf die verbesserte Wirtschaftslage zurückzuführen.”

“Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass weitere Reformen zur Entkoppelung von Banken von Staaten nicht an Kraft verlieren und insbesondere die anderen Säulen der Bankenunion vollendet werden”, so Draghi.

Neben der gemeinsamen Bankenaufsicht unter EZB-Führung und europäischen Regeln zur Abwicklung von Krisenbanken strebt die Politik als dritten Pfeiler eine grenzüberschreitende Einlagensicherung in Europa an.

Die Etablierung der zentralen Bankenaufsicht habe dazu beigetragen, den Bankensektor stabiler und widerstandsfähiger zu machen, bilanzierte Draghi drei Jahre nach dem offiziellen Start der EZB-Bankenaufsicht im November 2014. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...